Lettland und Finnland verfolgen russische Seegrenzen-PlÀne aufmerksam
24.05.2024 - 11:02:21 | dpa.de"Es ist klar, dass Russland nach neuen Wegen fĂŒr hybride Aktionen sowohl an unserer EU- als auch an Nato-Grenze sucht. Wir mĂŒssen natĂŒrlich wachsam sein und faktenbasiert reagieren", sagte die lettische Regierungschefin Evika Silina nach einem Treffen mit ihrem finnischen Amtskollegen Petteri Orpo am Freitag in Riga. "Wir werden die Entwicklungen weiterhin aufmerksam verfolgen."
"Wir sind und wir mĂŒssen gut auf alle Arten von Bedrohungen aus Russland vorbereitet sein", betonte der finnische AuĂenminister Orpo: "Wir können sehen, dass es zeitliche ZusammenhĂ€nge mit all diesen Themen in Finnland, in Litauen und in Estland gibt. Aber jetzt heiĂt es, Ruhe bewahren und ganz genau hinschauen, was wirklich passiert. Vielleicht testen sie uns, aber wir wissen es noch nicht."
In Russland war vor wenigen Tagen in der Gesetzesdatenbank der Regierung ein Entwurf des Verteidigungsministeriums veröffentlicht worden. Darin wurde eine Anpassung der Seegrenzen im Finnischen Meerbusen und an der auch an Litauen grenzenden Exklave Kaliningrad angekĂŒndigt. Dies hatte die Nachbarstaaten alarmiert. SpĂ€ter war die Initiative ohne Angabe von GrĂŒnden aus der Gesetzesdatenbank verschwunden.
Russland hatte zudem in der Nacht zum Donnerstag mehrere Markierungen im Grenzfluss Narva zu Estland entfernt, der die Grenzlinie zwischen den beiden NachbarlĂ€ndern und zugleich auch die östliche AuĂengrenze von EU und Nato markiert. "Wir verfolgen auch aufmerksam, was derzeit an Estlands Grenze - dem Fluss Narva - passiert. Estland hat unsere volle SolidaritĂ€t", sagte Orpo.
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