Wehretat, Ausgaben

Ökonomen drĂ€ngen auf höheren Wehretat

29.07.2024 - 14:24:29 | dts-nachrichtenagentur.de

Mehrere namhafte Ökonomen drĂ€ngen auf höhere Ausgaben fĂŒr die Bundeswehr.

Eurofighter (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Nachdem zuletzt der PrĂ€sident des Instituts fĂŒr Weltwirtschaft (IfW), Moritz Schularick, mehr kreditfinanzierte Investitionen fĂŒr die Verteidigung gefordert hatte, schließen sich ihm nun die Vorsitzende Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, sowie der Volkswirt Jens SĂŒdekum an. "Wir mĂŒssen viel mehr in unsere VerteidigungsfĂ€higkeit investieren", sagte Schnitzer dem Nachrichtenportal T-Online. Sollte Donald Trump die Wahl gewinnen, werde Deutschland weit stĂ€rker gefragt sein, wenn es um die Sicherheit in Europa geht.

"Das wird uns sehr viel Geld kosten." Dennoch warnt Schnitzer: "Gleichzeitig dĂŒrfen wir unser Land an anderer Stelle nicht kaputt sparen." Großbritannien sei ein "mahnendes Beispiel". Dort habe der Staat an der falschen Stelle gespart und die Regionen außerhalb Londons vernachlĂ€ssigt. "Wir mĂŒssen uns deshalb einmal mehr die Schuldenbremse anschauen, sie engt uns mehr ein als nötig und sollte deshalb reformiert werden." Ähnlich sieht es Jens SĂŒdekum. "Deutschland muss sowohl kurz- als auch langfristig mehr fĂŒr die Bundeswehr ausgeben, als derzeit geplant ist." Es sei "völlig unklar", wie der sprunghafte Anstieg beim Verteidigungsetat ab 2028 finanziert werden solle. "Die Ampel hinterlĂ€sst der nĂ€chsten Bundesregierung ein riesiges Finanzloch", sagte SĂŒdekum T-Online. "Praktisch fĂŒhrt wohl kein Weg an einem neuen, noch grĂ¶ĂŸeren Sondervermögen vorbei. Nur so lĂ€sst sich Putin abschrecken." Die Ökonomin Veronika Grimm, ebenfalls Teil der Wirtschaftsweisen, lehnt neue Schulden fĂŒr den Wehretat derweil ab. "Es wird entscheidend sein, im Kernhaushalt ausreichend Platz zu schaffen fĂŒr Verteidigung, perspektivisch mehr als zwei Prozent", sagte sie T-Online. "Die Fragestellung mit der Schuldenbremse in Verbindung zu bringen, ist nicht zielfĂŒhrend." Das sei ein "beliebter kommunikativer Trick" derjenigen, die sie aufweichen wollen, um mehr Platz fĂŒr konsumtive Ausgaben zu erhalten.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | politik | 65519377 |