SPD-Abgeordnete, Rechtsgrundlage

SPD-Abgeordnete stellen Rechtsgrundlage von ZurĂŒckweisungen infrage

21.05.2025 - 16:55:53 | dts-nachrichtenagentur.de

Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete haben rechtliche Zweifel an den ZurĂŒckweisungen an den deutschen Grenzen geĂ€ußert.

Grenze zwischen Polen und Deutschland (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Weisungen an die Bundespolizei auf eventuell wackeliger Rechtsgrundlage werden der Situation nicht gerecht, insbesondere wenn damit vor allem politische Signale bezweckt werden", sagte Sebastian Roloff, Bundestagsabgeordneter aus Bayern und Mitglied im SPD-Parteivorstand, dem "Stern". "Der Innenminister ist gehalten, rechtlich sauber und nachvollziehbar vorzugehen." CSU-Innenminister Alexander Dobrindt hat der Bundespolizei per Erlass ausdrĂŒcklich erlaubt, Menschen auch dann zurĂŒckzuschicken, wenn sie ein Schutzgesuch Ă€ußern, und angekĂŒndigt, der EU-Kommission eine rechtliche BegrĂŒndung fĂŒr die verschĂ€rften Grenzkontrollen zu liefern.

Die Rechtsgrundlage fĂŒr das Vorgehen an der deutschen Grenze ist umstritten. Nach der Dublin-Verordnung können FlĂŒchtlinge nur dann in andere EU-Staaten zurĂŒckgeschickt werden, wenn zuvor geprĂŒft wurde, welcher EU-Staat zustĂ€ndig ist und ob dort die Rechte des Betroffenen geschĂŒtzt werden. Jan Dieren, Vorsitzender der SPD-Parteilinken "DL21", kritisiert den Eindruck, "dass die Weisung aus dem Innenministerium erteilt wurde, ohne vorher eine belastbare Rechtsgrundlage zu finden". Das wĂ€re bedenklich, "weil man dann befĂŒrchten mĂŒsste, dass mehr Wert auf die imposante Schlagzeile gelegt wurde, als zu schauen, was vernĂŒnftig wĂ€re", sagte der Abgeordnete aus Nordrhein-Westfalen dem Magazin. Im Ziel, die irregulĂ€re Migration zurĂŒckzudrĂ€ngen, sei man sich einig, sagte SPD-Innenpolitiker Lars Castellucci dem "Stern". "Entscheidend ist, dass die zurĂŒckgewiesenen Asylsuchenden Zugang zu einem Verfahren haben." Auch deshalb bestehe die SPD-Bundestagsfraktion auf der Abstimmung mit den NachbarlĂ€ndern, sagte der Abgeordnete aus Baden-WĂŒrttemberg. "Niemandem ist damit gedient, wenn Menschen in Grenzgebieten untertauchen und dann eine andere Stelle fĂŒr den Übertritt suchen." Die Begriffe "illegalen Migration", "irregulĂ€re Migration" und "undokumentierte Migration" werden hĂ€ufig synonym verwendet. Der Großteil der Asylsuchenden, die nach Deutschland kommen, gilt zunĂ€chst als "illegal eingereist", da sie AsylantrĂ€ge nicht vor ihrer Einreise stellen können. In Deutschland können sie allerdings das Grundrecht auf Asyl oder die Garantien der Genfer FlĂŒchtlingskonvention wahrnehmen und legal ein Asylgesuch stellen. Werden die AntrĂ€ge genehmigt, gelten die FlĂŒchtlinge als regulĂ€r aufhĂ€ltig.

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