Gesundheitspolitik, Arzneimittel

pharmacon fordert zentrale Position der Apothekerschaft bei Arzneimittelversorgung / pharmacon Meran

04.06.2026 - 07:15:00 | presseportal.de

Meran - Die Apothekerschaft fordert eine zentrale Rolle bei gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen zur Arzneimittelversorgung. Das ist ein Ergebnis der gestrigen berufspolitischen Diskussion beim pharmacon Meran. "Nur mit den Apotheken ist die Versorgungskette vollstĂ€ndig", sagte der PrĂ€sident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Armin Hoffmann. "Die Zukunft der Apotheke liegt in der Integration, nicht in der Abgrenzung. Wenn ĂŒber Strukturen der Versorgung entschieden wird, darf die Apotheke nicht am Rand stehen. Wir werden unsere zentrale Rolle selbstbewusst einfordern."

pharmacon fordert zentrale Position der Apothekerschaft bei Arzneimittelversorgung / pharmacon Meran - Bild: presseportal.de
pharmacon fordert zentrale Position der Apothekerschaft bei Arzneimittelversorgung / pharmacon Meran - Bild: presseportal.de

Der BAK-Vorstand diskutierte mit Kongressteilnehmenden ĂŒber neue Dienstleistungen in den Apotheken. Hoffmann betonte die besondere Rolle der Apotheken als Schnittstelle im Versorgungssystem, auch in der PrimĂ€rversorgung. "Wir bringen die VersorgungsrealitĂ€t ein - jeden Tag, flĂ€chendeckend und nah an den Patientinnen und Patienten. Bei uns laufen viele Informationen zusammen, von den Ärzten und auch aus der Pflege. Unsere Kompetenzen können deshalb viel stĂ€rker in patientenrelevante Entscheidungen einfließen."

Die BAK sieht Handlungsbedarf bei klaren Verantwortlichkeiten in der Arzneimittelversorgung und der Arzneimitteltherapiesicherheit, bei der Weiterentwicklung interprofessioneller Zusammenarbeit sowie bei der Festlegung von QualitĂ€tsstandards. Als Beispiel nannte BAK-VizeprĂ€sidentin Franziska Scharpf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Verantwortung des Apothekers oder der Apothekerin. Scharpf: "Das ist ein guter Schritt fĂŒr die Apothekerschaft - sie entlastet auch die notĂ€rztliche Versorgung und vor allem die Patientinnen und Patienten. Wir machen die Pharmazie modern und patientennah. Unsere Kompetenzen in der Versorgung der Patientinnen und Patienten werden in Zukunft noch stĂ€rker gefragt sein als bisher, zusĂ€tzlich zur Logistik." Die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in apothekerlicher Verantwortung soll durch das ApoVWG (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz) in Zukunft möglich sein; fĂŒr die Umsetzung besteht noch interprofessioneller Abstimmungsbedarf.

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Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de

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