pharmacon fordert zentrale Position der Apothekerschaft bei Arzneimittelversorgung / pharmacon Meran
04.06.2026 - 07:15:00 | presseportal.de
Der BAK-Vorstand diskutierte mit Kongressteilnehmenden ĂŒber neue Dienstleistungen in den Apotheken. Hoffmann betonte die besondere Rolle der Apotheken als Schnittstelle im Versorgungssystem, auch in der PrimĂ€rversorgung. "Wir bringen die VersorgungsrealitĂ€t ein - jeden Tag, flĂ€chendeckend und nah an den Patientinnen und Patienten. Bei uns laufen viele Informationen zusammen, von den Ărzten und auch aus der Pflege. Unsere Kompetenzen können deshalb viel stĂ€rker in patientenrelevante Entscheidungen einflieĂen."
Die BAK sieht Handlungsbedarf bei klaren Verantwortlichkeiten in der Arzneimittelversorgung und der Arzneimitteltherapiesicherheit, bei der Weiterentwicklung interprofessioneller Zusammenarbeit sowie bei der Festlegung von QualitĂ€tsstandards. Als Beispiel nannte BAK-VizeprĂ€sidentin Franziska Scharpf die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Verantwortung des Apothekers oder der Apothekerin. Scharpf: "Das ist ein guter Schritt fĂŒr die Apothekerschaft - sie entlastet auch die notĂ€rztliche Versorgung und vor allem die Patientinnen und Patienten. Wir machen die Pharmazie modern und patientennah. Unsere Kompetenzen in der Versorgung der Patientinnen und Patienten werden in Zukunft noch stĂ€rker gefragt sein als bisher, zusĂ€tzlich zur Logistik." Die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln in apothekerlicher Verantwortung soll durch das ApoVWG (Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz) in Zukunft möglich sein; fĂŒr die Umsetzung besteht noch interprofessioneller Abstimmungsbedarf.
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