Merz weist Weidels Flachzangen-Kommentar scharf zurĂŒck
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 19:25 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Friedrich Merz, der aktuelle Kanzlerkandidat der Union, begegnete der von AfD-Vorsitzenden Alice Weidel verwendeten, eher drastischen Bezeichnung "Flachzange" mit Verwunderung und Ablehnung.
Kritik an rauem Ton
Dass sich Frau Weidel ausgerechnet diesen Umgangston zu eigen mache, mĂŒsse sie nach Merz' Worten selbst verantworten, wie er in einem RTL-Interview erklĂ€rte. Gerade in Zeiten, in denen Hetze und Empörung im Netz immer stĂ€rker die Debatten vergiften, plĂ€dierte Merz fĂŒr mehr gegenseitigen Respekt auch zwischen erbittert streitenden Parteien.Grenzen harten Wettbewerbs
Zwar sei es unumgĂ€nglich, im politischen Alltag auch mal Tacheles zu reden und offen die Klinge zu kreuzen â persönliche Beleidigungen vermeide er aber möglichst, so Merz. Er gibt aber unumwunden zu, dass er im Eifer des Wahlkampfs selbst in der Vergangenheit gegenĂŒber Olaf Scholz verbal ĂŒbers Ziel hinausgeschossen sei: "Das bleibt nicht aus, das ist aber auch erlaubt."Stil und Beziehungen
Einen besonderen Stellenwert rĂ€umt Merz seinem eigenen Stil ein: Trotz harter politischer Auseinandersetzungen pflege er ein sachliches, teilweise sogar kollegiales VerhĂ€ltnis zu frĂŒheren Kontrahenten wie Gerhard Schröder und Olaf Scholz. Offenheit und konstruktives Miteinander bestimmten dabei aus seiner Sicht das persönliche Miteinander auf der politischen BĂŒhne.Ziel: Einheit statt Spaltung
Auch auf seine Umfragewerte, die weithin hinter Scholz und Merkel zurĂŒckbleiben, angesprochen, hat Merz keine Lust auf Selbstzweifel. Im Gegenteil: WĂ€hrend Scholz' Regierung aus seiner Sicht am eigenen Zerfall gescheitert sei, wolle er nun gemeinsam mit seinem Kabinett den Beweis dafĂŒr erbringen, dass Teamwork und geeinte FĂŒhrung durchaus möglich sind â und am Ende dem Land nutzen.Im Zentrum steht Friedrich Merz' klare Ablehnung der beleidigenden "Flachzangen"-ĂuĂerung von AfD-Chefin Weidel. Merz nutzt die Auseinandersetzung, um sich als Vertreter respektvoller Auseinandersetzung zu inszenieren, obwohl er sich der eigenen GrenzĂŒberschreitungen im Wahlkampf bewusst ist. Interessant ist sein pragmatischer RĂŒckgriff auf persönliche Erfahrungen mit ehemaligen Gegenspielern, um seinen Kommunikationsansatz zu unterstreichen.
Zusatzaktuelle Entwicklungen
In jĂŒngster Zeit sorgen verbale Entgleisungen und das Klima der Diffamierung in deutschen Parlamenten sowie sozialen Medien verstĂ€rkt fĂŒr Aufsehen. Laut mehreren Quellen fordern Politikerinnen wie Kanzleramtsminister Schmidt und BundestagsprĂ€sidentin Bas offen eine RĂŒckkehr zu mehr politischer ZivilitĂ€t und kritisieren die Verrohung der Sprache; auch im Umgang mit Bedrohungen gegen MandatstrĂ€ger gibt es neue Initiativen zu Schutz und PrĂ€vention. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass das Vertrauen in die Regierung weiter abnimmt und die Rhetorik der politischen Akteure zunehmend auf die gesellschaftliche Stimmung abfĂ€rbt.
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