WM, Nationalmannschaft

Merz' WM-Kommentar stellt sich als Panne heraus

Veröffentlicht: 30.06.2026 um 22:00 Uhr, dpa.de

«Was für ein Spiel», hieß es nach dem WM-Desaster auf dem X-Account des Kanzlers. Viele fragten sich, ob er das gleiche Spiel wie sie gesehen hatte. Jetzt kommt raus: Es war alles ein Versehen.

Auch für die Trikotübergabe an Trump musste Merz Kritik einstecken. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa
Auch für die Trikotübergabe an Trump musste Merz Kritik einstecken. - Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa

Der viel kritisierte Kommentar von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft war eine Kommunikationspanne. Bei der auf X gesendeten Nachricht habe es einen «Abstimmungsfehler» gegeben, hieß es am Abend aus Regierungskreisen. Das sei «leider sehr ärgerlich». Zuvor hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet.

Das 3:4 der deutschen Mannschaft nach Elfmeterschießen gegen den Außenseiter Paraguay war von Medien als «Trauerspiel», «Blamage» und «Armutszeugnis für Fußball-Deutschland» bezeichnet worden. Keine halbe Stunde nach Abpfiff lief auf dem offiziellen Kanzler-Account «Bundeskanzler Friedrich Merz» trotzdem ein recht positiver Kommentar. «Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel», hieß es dort. «Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.» Die Verbreitung dieser Version war den Angaben zufolge aber ein Versehen.

Merz kontert Spott mit «Adler auf der Brust»

Spöttische Kommentare hatten nach der Partie nicht lange auf sich warten lassen. Die Wortkombination «Welches Spiel» trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Häme. «Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse», schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. 

Merz sah sich veranlasst, dagegenzuhalten. «Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark», konterte er die Kritik auf X. «Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott.» 

 

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