Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Wüst sieht klare Mehrheit für Olympia-Bewerbung in NRW

Veröffentlicht: 19.04.2026 um 22:14 Uhr, dpa.de

Ministerpräsident Wüst sieht ein «richtig starkes Votum» für Olympische Spiele in NRW. Noch gibt es aber nicht aus allen Städten Ergebnisse.

Ministerpräsident Hendrik Wüst freut sich über die ersten Ergebnisse des Olympia-Votums. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
Ministerpräsident Hendrik Wüst freut sich über die ersten Ergebnisse des Olympia-Votums. - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sieht bereits vor der vollständigen Auswertung aller Ergebnisse zur Olympia-Bewerbung eine klare Mehrheit für das Vorhaben. «Ein richtig starkes Votum für Olympia aus Nordrhein-Westfalen. Ein ganz, ganz klares Ja von den Menschen aus Nordrhein-Westfalen. Es hat sich ausgezahlt, den Menschen zu vertrauen», sagte der CDU-Politiker im WDR. 

«Die Wahlbeteiligung ist so überragend, da wird noch an der einen oder anderen Stelle gezählt. Die einzelnen Ergebnisse machen uns den ganzen Abend Freude», betonte Wüst. Rund 1,4 Millionen Menschen haben sich nach Angaben des Ministerpräsidenten an den Ratsbürgerentscheiden über eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 beteiligt. In der gesamten Region liege die Beteiligung geschätzt vorläufig bei 32 Prozent. In Köln als «Leading City» sogar bei 40,5 Prozent. 

Wüst: «Niemand hat so viele Städte und so viele Menschen gefragt» 

Bis zum Abend hatte die Bevölkerung in 13 von 17 Städten mehrheitlich mit Ja gestimmt. Offen sind noch die Ergebnisse aus Köln, Aachen und Bochum. Auch in Herten sprachen sich mehr als 70 Prozent für eine Bewerbung aus. Dabei wurde aber das erforderliche Quorum verfehlt, da insgesamt nur 12,55 Prozent der Abstimmungsberechtigten zustimmten – nötig gewesen wären 15 Prozent. Damit fällt Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen waren, vollständig aus der NRW-Bewerbung heraus.

Neben NRW bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. Münchens Projekt hatte schon im Herbst des Vorjahres eine unerwartet deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit (66,4 Prozent) bei einem Bürgerentscheid erzielt. «München, Berlin und Hamburg sind auch gut, das ist überhaupt keine Frage. Es ist gut, dass wir vier starke Bewerbungen haben. Aber unsere ist eben stärker. Das zeigt sich eben auch in dieser starken Zustimmung heute. Niemand hat so viele Städte und so viele Menschen gefragt», sagte Wüst.

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