Drohschreiben gegen Moscheen in Niedersachsen und Hessen
06.08.2023 - 19:47:06 | dts-nachrichtenagentur.deDer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Moscheenverbands Ditib, Fatih Bahadir Kaya, sagte der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe): "Die Lage ist akut und besorgniserregend." Er sehe die Drohungen "als ein Potenzial, das ganz leicht und schnell in eine physische Gewalt umschlagen kann - wie Hanau."
Eine "besondere Ballung" der Drohungen sei in Niedersachsen und Hessen zu beobachten. Der Landesvorsitzende von Ditib Hessen, Salih Ăzkan, bestĂ€tigte der Zeitung die HĂ€ufung von Drohschreiben an hessische Gemeinden. Die AbkĂŒrzung NSU steht fĂŒr die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund", die zwischen 2000 und 2007 mindestens zehn Morde beging. In Hanau wurden 2020 zehn Menschen in einer Nacht aus rassistischen GrĂŒnden getötet. Etliche Schreiben waren nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" um ein Foto des AttentĂ€ters ergĂ€nzt. In den vergangenen Tagen hatten Moscheegemeinden in Niedersachsen ĂŒber Drohbriefe berichtet.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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