SPD, CDU

SPD/ CDU-Koalitionsvertrag in Brandenburg steht inhaltlich

03.03.2026 - 14:59:27 | dpa.de

Nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition in Brandenburg rĂŒckt eine rot-schwarze Koalition nĂ€her. Welche HĂŒrde gibt es noch?

Die SPD von MinisterprÀsident Dietmar Woidke und die CDU von Landeschef Jan Redmann stehen vor dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen. (Archivbild) - Foto: Oliver von Riegen/dpa
Die SPD von MinisterprÀsident Dietmar Woidke und die CDU von Landeschef Jan Redmann stehen vor dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen. (Archivbild) - Foto: Oliver von Riegen/dpa

Knapp zwei Monate nach dem Bruch der bundesweit einzigen SPD/BSW-Koalition haben sich in Brandenburg nun SPD und CDU inhaltlich auf einen Koalitionsvertrag verstĂ€ndigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist nur der Personalteil noch offen, es werden letzte Verhandlungen gefĂŒhrt. Am Mittwoch wollen MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) und der CDU-Landesvorsitzende Jan Redmann den Vertrag vorstellen, der die neue Regierung besiegeln soll.

Ressortaufteilung noch offen

Beide Parteien haben Kompromisse in strittigen Fragen gefunden. Dazu zĂ€hlt eine Tariftreueregelung, die das Land bei der Vergabe öffentlicher AuftrĂ€ge einfordern will. Der bisherige Mindestlohn fĂŒr öffentliche AuftrĂ€ge soll wegfallen. 

SPD und CDU planen nach dpa-Informationen auch 250 zusĂ€tzliche Lehrerstellen und halten an dem Ziel der Steigerung auf 9.000 Polizisten fest. Zuvor berichtete darĂŒber die «MĂ€rkische Allgemeine». Beim Landespersonal soll schrittweise um insgesamt fĂŒnf Prozent gekĂŒrzt werden. PrioritĂ€t im Haushalt sollen aber vor allem Polizei, Justiz und Bildung haben. AusgabenplĂ€ne stehen wegen der Finanzlage unter Vorbehalt.

Im Koalitionsvertrag ist auch die Aufteilung der Ministerien geregelt. Offen war zunĂ€chst noch, welche Ressorts die CDU erhĂ€lt. Als zentrale Frage gilt, welchen Posten CDU-Landeschef Redmann bekommen wird. Das BSW stellte bisher die Minister fĂŒr Finanzen, Gesundheit und Infrastruktur. 

SPD und CDU haben nach dem Wechsel von zwei ehemaligen BSW-Abgeordneten in die SPD-Fraktion nun aktuell zwei Stimmen Mehrheit. Die neue Regierung könnte in der nÀchsten Landtagssitzung in der dritten MÀrz-Woche vereidigt werden. 

Die SPD/BSW-Koalition in Brandenburg war nach mehreren Austritten aus dem BĂŒndnis Sahra Wagenknecht und der BSW-Fraktion zerbrochen.

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