Kreis: Bislang keine weiteren FĂ€lle von Mpox bekannt
17.12.2024 - 17:24:39 | dpa.deDas sei der "derzeitige Stand", teilte die Verwaltung des Kreises mit. Zuvor war eine Infektion mit der neuen Variante des Mpox-Virus, der sogenannten Klade 1b, bei vier Mitgliedern einer Familie nachgewiesen worden.
Zwei der Erkrankten sind Schulkinder. Als Konsequenz wurde eine Förderschule in Rösrath bis zum Beginn der Weihnachtsferien geschlossen. FĂŒr die betroffenen SchĂŒler und SchĂŒlerinnen wurde Distanzunterricht angeordnet.
Bis zum Abheilen in QuarantÀne
"Der Krankheitsverlauf der Infizierten ist mild", teile eine Sprecherin des Kreises mit. Weitere Angaben zu der Familie wĂŒrden aus DatenschutzgrĂŒnden nicht gemacht. "Die Betroffenen mĂŒssen bis zum Abheilen der LĂ€sionen in hĂ€uslicher Isolation bleiben", erklĂ€rte die Sprecherin. Mitgeteilt worden war, dass die Erkrankung vermutlich "im Rahmen von ReisetĂ€tigkeiten eines Familienmitgliedes mit engen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung in Afrika erworben" wurde.
RegelmĂ€Ăig Anrufe bei Kontaktpersonen
Kontaktpersonen der Erkrankten unter anderem aus dem schulischen und beruflichen Umfeld wurden ermittelt und kontaktiert. "Die Kontaktpersonen werden regelmĂ€Ăig vom Gesundheitsamt angerufen und bei Symptomen an die Uniklinik zur weiteren AbklĂ€rung verwiesen", teilte der Kreis mit.
Zu den Mpox-Symptomen zĂ€hlen ein typischer Hautausschlag sowie hĂ€ufig auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Tödliche VerlĂ€ufe sind selten. Mpox, frĂŒher Affenpocken genannt, gilt als nicht sehr ansteckend. "FĂŒr eine Ăbertragung von Mpox ist ein enger körperlicher Kontakt erforderlich", schreibt das RKI. Das Virus wird vorwiegend bei engem Haut-zu-Haut-Kontakt ĂŒbertragen.
Der erste Fall der Mpox-Variante 1b in Deutschland war Mitte Oktober in Köln bei einem Mann nachgewiesen worden. Nach Angaben der Stadt Köln ist er bereits vor lÀngerer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Ministerium rechnet nicht mit gröĂerer Ausbreitung
Die Leiterin des Infektionsschutzreferats des NRW-Gesundheitsministeriums, Sandra Dybowski, sagte, das Risiko einer gröĂeren Ausbreitung der Mpox-Variante 1b werde entsprechend der Haltung des Robert Koch-Instituts nach wie vor als gering eingeschĂ€tzt. Dennoch beobachte das Ministerium die Situation sehr aufmerksam, weil ĂŒber diese Variante bisher weniger bekannt sei.
Die GesundheitsĂ€mter gingen auf alle Kontaktpersonen der Betroffenen zu und halten sie zur Selbstbeobachtung von Symptomen an. Wenn Symptome wie etwa Kopfschmerzen auftauchten, dann wĂŒrde bei den entsprechenden Kontaktpersonen zur Sicherheit ein Abstrich gemacht. NatĂŒrlich könnten weitere Mpox-FĂ€lle nicht ausgeschlossen werden. "Aber wir sind optimistisch, dass die Kontaktpersonen gut informiert und gut begleitet werden."
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