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Bislang keine weiteren FĂ€lle von Mpox bekannt

17.12.2024 - 18:17:15 | dpa.de

Nach dem Nachweis des Mpox-Virus bei einer Familie im Rheinisch-Bergischen Kreis bei Köln sind bisher keine weiteren FÀlle bekanntgeworden.

Das sei der "derzeitige Stand", teilte die Verwaltung des Kreises mit. Zuvor war eine Infektion mit der neuen Variante des Mpox-Virus, der sogenannten Klade 1b, bei vier Mitgliedern einer Familie nachgewiesen worden.

Zwei der Erkrankten sind Schulkinder. Als Konsequenz wurde eine Förderschule in Rösrath bis zum Beginn der Weihnachtsferien geschlossen. Es wurde Distanzunterricht angeordnet. Wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend mitteilte, gelte dies als prĂ€ventive Maßnahme fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Schule, die ein Kind der Familie besucht hat. Die vorsorgliche Anordnung von Distanzunterricht sei "sinnvoll", da die Maßnahme aufgrund der besonderen Schulsituation mehr Sicherheit fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ermögliche.

Bis zum Abheilen in QuarantÀne

"Der Krankheitsverlauf der Infizierten ist mild", teile eine Sprecherin des Kreises mit. Weitere Angaben zu der Familie wĂŒrden aus DatenschutzgrĂŒnden nicht gemacht. "Die Betroffenen mĂŒssen bis zum Abheilen der LĂ€sionen in hĂ€uslicher Isolation bleiben", erklĂ€rte die Sprecherin. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, dass es bislang keiner stationĂ€ren Behandlung der Familie bedĂŒrfe.

Mitgeteilt worden war, dass die Erkrankung vermutlich "im Rahmen von ReisetÀtigkeiten eines Familienmitgliedes mit engen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung in Afrika erworben" wurde. Laut Gesundheitsministerium sei davon auszugehen, dass das Familienmitglied die Infektion wahrscheinlich in einem ostafrikanischen Land erworben habe und sich die weiteren Familienmitglieder im hÀuslichen Umfeld angesteckt hÀtten.

RegelmĂ€ĂŸig Anrufe bei Kontaktpersonen

Die Eltern seien am 12. Dezember in einer Klinik vorstellig geworden und unmittelbar auf Mpox getestet worden. Das Ergebnis habe sich einen Tag spÀter am 13. Dezember bestÀtigt. Daraufhin habe das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises unmittelbar mit der Ermittlung und AufklÀrung von Kontaktpersonen begonnen.

Kontaktpersonen der Erkrankten unter anderem aus dem schulischen und beruflichen Umfeld wurden ermittelt und kontaktiert. "Die Kontaktpersonen werden regelmĂ€ĂŸig vom Gesundheitsamt angerufen und bei Symptomen an die Uniklinik zur weiteren AbklĂ€rung verwiesen", teilte der Kreis mit. Laut NRW-Gesundheitsministerium werde den Kontaktpersonen zudem eine sogenannte "Post-Expositionsprophylaxe" mit einer entsprechenden Impfung angeboten.

Erster Fall im Oktober in Köln

Zu den Mpox-Symptomen zĂ€hlen ein typischer Hautausschlag sowie hĂ€ufig auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Tödliche VerlĂ€ufe sind selten. Mpox, frĂŒher Affenpocken genannt, gilt als nicht sehr ansteckend. "FĂŒr eine Übertragung von Mpox ist ein enger körperlicher Kontakt erforderlich", schreibt das Robert Koch-Institut. Das Virus wird vorwiegend bei engem Haut-zu-Haut-Kontakt ĂŒbertragen.

Der erste Fall der Mpox-Variante 1b in Deutschland war Mitte Oktober in Köln bei einem Mann nachgewiesen worden. Nach Angaben der Stadt Köln ist er bereits vor lÀngerer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Ministerium rechnet nicht mit grĂ¶ĂŸerer Ausbreitung

Die Leiterin des Infektionsschutzreferats des NRW-Gesundheitsministeriums, Sandra Dybowski, sagte, das Risiko einer grĂ¶ĂŸeren Ausbreitung der Mpox-Variante 1b werde entsprechend der Haltung des Robert Koch-Instituts nach wie vor als gering eingeschĂ€tzt. Dennoch beobachte das Ministerium die Situation sehr aufmerksam, weil ĂŒber diese Variante bisher weniger bekannt sei.

Die GesundheitsĂ€mter gingen auf alle Kontaktpersonen der Betroffenen zu und halten sie zur Selbstbeobachtung von Symptomen an. Wenn Symptome wie etwa Kopfschmerzen auftauchten, dann wĂŒrde bei den entsprechenden Kontaktpersonen zur Sicherheit ein Abstrich gemacht. NatĂŒrlich könnten weitere Mpox-FĂ€lle nicht ausgeschlossen werden. "Aber wir sind optimistisch, dass die Kontaktpersonen gut informiert und gut begleitet werden", sagte Dybowski.

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