LinksbĂŒndnis, Frankreich-Wahl

LinksbĂŒndnis gewinnt Frankreich-Wahl - Macron hĂ€lt sich zurĂŒck

07.07.2024 - 21:19:47 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach der Parlamentswahl in Frankreich ist der erwartete Rechtsruck in der Nationalversammlung wohl ausgeblieben, die Regierungsbildung dĂŒrfte aber wohl schwierig werden.

Emmanuel Macron (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
PrĂ€sident Emmanuel Macron, der die vorgezogene Neuwahl am Abend der Europawahl Anfang Juni angekĂŒndigt hatte, reagierte am Sonntag zurĂŒckhaltend auf die ersten Prognosen, wonach die linke "Neue Volksfront" (NFP) wohl die meisten Sitze in der Nationalversammlung bekommt, aber eine absolute Mehrheit weit verfehlt. Er werde die "Strukturierung" im Parlament abwarten, um "die notwendigen Entscheidungen zu treffen", kĂŒndigt das ElysĂ©e am Sonntagabend an. Macron werde zunĂ€chst noch keinen neuen Premierminister fordern. Der rechte "Rassemblement National" (RN) schĂ€umte unterdessen ob des Ergebnisses, das wohl nur aufgrund Mehrheitswahlrechts möglich war und weil sich linke und liberale Parteien abgesprochen hatten.

Parteichef Jordan Bardella sprach von einem "BĂŒndnis der Schande", das "die Franzosen einer Politik des Aufschwungs beraubt" habe. TatsĂ€chlich lag der RN in der ersten Wahlrunde vorn und hĂ€tte wohl auch die meisten Wahlkreise gewonnen, nach dem ersten Wahlgang zogen sich dann allerdings 200 Kandidaten aus dem linken und liberalen Lager zurĂŒck, um möglichst viele RN-Kandidaten zu verhindern. Aus jedem Wahlkreis wird nur der Kandidat mit den meisten Stimmen nach Paris geschickt. Aus Deutschland kamen noch am Abend GlĂŒckwĂŒnsche von den Sozialdemokraten: "Das Schlimmste wurde vermieden", sagte Nils Schmid, außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe fĂŒr deren Montagausgaben. Die Rechtspopulisten um Marine Le Len hĂ€tten "keine Aussicht auf eine Regierungsmehrheit". PrĂ€sident Macron sei "politisch geschwĂ€cht", er behalte aber "angesichts unklarer MehrheitsverhĂ€ltnisse eine zentrale Rolle", so der SPD-Politiker. Nun kĂ€me es in Frankreich auf FlexibilitĂ€t und KompromissfĂ€higkeit der demokratischen Parteien an, sagte Schmid.

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