Staatliche Wahlbehörde erklÀrt Maduro zum Wahlsieger in Venezuela
29.07.2024 - 06:20:23 | dts-nachrichtenagentur.deNur der nationale Wahlrat könne Wahlergebnisse vorlegen, und jeder, der versuche, diese Funktionen an sich zu reiĂen, begehe ein Verbrechen und werde bestraft. Das war wohl als Botschaft an Edmundo GonzĂĄlez Urrutia gemeint, der im Vorfeld gesagt hatte, man werde aufmerksam auf die Bekanntmachung des Wahlrates warten, aber habe auch eigene "Methoden und Mechanismen", den Ablauf der Wahl zu verfolgen. In angeblich 90 Prozent der Wahllokale soll die Opposition eigene Beobachter platziert haben. Am Wahltag kursierten aber Berichte, dass manchen von ihnen der Zugang verwehrt worden sein soll, auch von EinschĂŒchterungen war die Rede. Bereits im Vorfeld hatten sich Regierung und Opposition gegenseitig vorgeworfen, die Wahl manipulieren zu wollen. Parallel zum Wahlkampf tobte ein Krieg verschiedener Umfrageinstitute, die teils zu entgegengesetzten Resultaten kamen. Internationale Wahlbeobachter sind unterdessen nur wenige im Land. Entweder wurden sie ausgeladen, an der Einreise gehindert oder sagten freiwillig ab. Ein kleines Team des Carter Center - einer gemeinnĂŒtzigen Organisation, die vom ehemaligen US-PrĂ€sidenten Jimmy Carter gegrĂŒndet wurde - soll in Venezuela sein, ebenso eine kleinere Gruppe von EU-Parlamentariern. Maduro ist seit 2013 StaatsprĂ€sident von Venezuela und damit direkter Nachfolger des verstorbenen Hugo ChĂĄvez, der 1998 demokratisch ins PrĂ€sidentenamt kam, aber zunehmend autokratischer regierte. Auch Maduro baute seine Macht nach Ansicht vieler westlicher Staaten zuletzt zunehmend diktatorisch aus. Seine Wiederwahl im Jahr 2018 wurde wegen mutmaĂlicher WahlfĂ€lschung unter anderem von den USA und den Mitgliedern der EuropĂ€ischen Union nicht anerkannt. Seit Jahren sind nicht zuletzt deswegen zahlreiche Sanktionen in Kraft, die Wirtschaft des Landes liegt ab Boden, ein groĂer Teil der Bevölkerung lebt in Armut.
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