Terrorismus, Polizeimeldung

CSD-Anschlag: GrĂŒne verlangen von Dobrindt mehr AufklĂ€rung

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 17:11 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Nach der Sondersitzung des Innenausschusses zum Anschlag auf den Berliner CSD haben die GrĂŒnen AufklĂ€rung gefordert.

CSD-Anschlag: GrĂŒne verlangen von Dobrindt mehr AufklĂ€rung
Trauer nach CSD-Anschlag am 02.08.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wesentliche TatumstĂ€nde seien bis heute nicht geklĂ€rt, sagte Konstantin von Notz, stellvertretender GrĂŒnen-Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe).

Dies betreffe unter anderem die vermeintliche Tatwaffe, eine Machete, die bisher nicht aufgefunden wurde. Auch das Haupthandy des TĂ€ters sei weiter verschollen, so von Notz. Die bisherigen Erkenntnisse der Auswertungen des im Fahrzeug aufgefundenen "neuen" Handys seien nicht kommuniziert worden. Genauso bleibe weiterhin unklar, ob der TĂ€ter tatsĂ€chlich alleine handelte oder UnterstĂŒtzung, gegebenenfalls auch aus dem Ausland, hatte.

Von Notz kritisierte, dass noch keine chronologische Aufstellung des Behördenhandelns vorgelegt wurde. Dass Minister Dobrindt eine solche umfassende chronologische Darstellung aller relevanten VorgĂ€nge der beteiligten diversen Behörden dem Parlament nun zugesagt habe, begrĂŒĂŸten die GrĂŒnen. Man erwarte die schnellstmögliche Vorlage, forderte von Notz.

Ebenfalls unklar bleibe, ob und welche Erkenntnisse zur GefĂ€hrlichkeit des spĂ€teren TĂ€ters von den Sicherheitsbehörden gegenĂŒber Gericht und Staatsanwaltschaft kommuniziert wurden, so von Notz. Auf mehrfache direkte Nachfrage habe der Innenminister dies noch immer nicht darlegen können.

"Nach der heutigen Sitzung ist völlig klar, dass die AufklĂ€rung der genauen HintergrĂŒnde der Tat und des Behördenhandels weiter aufgeklĂ€rt werden mĂŒssen", sagte der GrĂŒnen-Politiker. Dies diene nicht dazu, Schuld verteilen zu können, sondern um teils seit Jahren bekannte sicherheitspolitische Defizite endlich abzustellen und zukĂŒnftig solche Taten besser verhindern zu können.

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