Nach CSD-Attacke: Rufe nach schÀrferen Sicherheitsgesetzen
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 11:19 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deUnion und SPD hatten im Koalitionsvertrag ein Sicherheitspaket verabredet. Geplant sind unter anderem mehr digitale Ermittlungsbefugnisse fĂŒr die Behörden und eine IP-Adressenspeicherung. Verschiedene GesetzentwĂŒrfe sind derzeit im politischen Prozess. Bei einigen liegt bereits ein Kabinettsbeschluss vor, andere wurden schon in erster Lesung im Bundestag behandelt.
"Die Sicherheitsbehörden konnten in den vergangenen Monaten mehrere islamistisch motivierte AnschlÀge verhindern. Dieses Mal hat das leider nicht geklappt", sagte Throm weiter. "Wir trauern mit den Angehörigen und Verletzten und hoffen, dass alle Verletzten schnell genesen und es nicht zu weiteren Todesopfern kommt."
Der CDU-Innenpolitiker GĂŒnter Krings forderte derweil nach dem Anschlag auf den Berliner CSD ein hĂ€rteres StrafmaĂ fĂŒr islamistische AttentĂ€ter. "Sollten sich die deutlichen Anzeichen auf einen islamistischen TĂ€ter endgĂŒltig bestĂ€tigen, so unterstreicht dieser neuerliche Anschlag die hohe GefĂ€hrlichkeit des islamistischen Terrors in Deutschland. Gerade der Anschlag auf den CSD zeigt, wie sehr diese TĂ€ter unseren freiheitlichen westlichen Lebensstil hassen", sagte Krings der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Der politische Islamismus akzeptiert kein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen, sondern propagiert die Verfolgung und Auslöschung von Minderheiten", sagte Krings.
"Wir mĂŒssen daher die Mittel des Rechtsstaats gegen ihn konsequenter als bisher ausschöpfen. Dabei kann es auch nicht nur um die besondere Konstellation dieses dramatischen Falles gehen, sondern unsere Aufgabe ist, dass wir uns insgesamt besser gegen die GeiĂel islamistischer Attacken wappnen und die Gewalt stoppen. Das verlangt VerĂ€nderungen hin zu einem höheren StrafmaĂ bei Gewalttaten auch von Personen unter 21 Jahren, die stĂ€rkere Anwendung der Sicherungsverwahrung, die konsequentere VerhĂ€ngung von Ausreisegewahrsam und Abschiebehaft sowie strengere Regeln bei der EinbĂŒrgerung", so der CDU-Politiker.
