Abschiebung, Afghanistan

NĂ€chster Abschiebeflug nach Afghanistan: 23 MĂ€nner ausgeflogen

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 12:05 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

In den frĂŒhen Morgenstunden hob erneut eine Chartermaschine vom Flughafen Leipzig-Halle Richtung Kabul ab – an Bord: 23 Afghanen, die Deutschland verlassen mussten. Das Innenministerium betonte, es handele sich ĂŒberwiegend um verurteilte StraftĂ€ter.

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Flughafen Leipzig/Halle (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wieder einmal hat Deutschland Menschen nach Afghanistan abgeschoben – genauer gesagt, 23 MĂ€nner, von denen nach Angaben aus dem Bundesinnenministerium die meisten zuvor schwere Vergehen begangen haben. Laut offizieller Mitteilung waren das unter anderem Delikte wie Körperverletzung oder Sexualstraftaten. Innenminister Alexander Dobrindt Ă€ußerte sich recht klar dazu und sprach davon, dass Deutschland ein legitimes Interesse daran habe, StraftĂ€ter zurĂŒckzuschicken: 'Wer sein Aufenthaltsrecht verwirkt hat, muss gehen. Bei aller Debatte um humanitĂ€re Aspekte – diese Linie verfolgen wir ohne Ausnahme.' Ehrlich gesagt, fragt man sich manchmal, warum bestimmte FĂ€lle medial fast völlig untergehen, wĂ€hrend andere zum Dauerbrenner werden. Ganz nebenbei: Die Diskussion darĂŒber, wohin abgeschoben werden darf, wĂ€hrend in Afghanistan weiter Unsicherheit und Gewalt herrschen, bleibt nach wie vor ein politisches und moralisches Minenfeld.

Erneut ist eine Gruppe afghanischer MĂ€nner per Flugzeug aus Deutschland nach Kabul abgeschoben worden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelte es sich dabei ĂŒberwiegend um MĂ€nner, die in Deutschland Straftaten begangen und entsprechend rechtskrĂ€ftige Urteile erhalten hatten. Menschenrechtsorganisationen ĂŒbten scharfe Kritik an der Abschiebung in ein Land, das nach wie vor von Konflikten, Unsicherheit und humanitĂ€rer Krise geprĂ€gt ist; sie fordern stattdessen individuelle und sorgfĂ€ltigere PrĂŒfungen im Einzelfall. Viele Medien verweisen aktuell darauf, dass sich sowohl die sicherheitspolitische als auch die humanitĂ€re Lage in Afghanistan seit der MachtĂŒbernahme der Taliban weiter verschlechtert habe – das International Rescue Committee sieht inzwischen mehr als 29 Millionen Menschen im Land auf humanitĂ€re Hilfe angewiesen. Die Bundesregierung befindet sich dadurch weiterhin in einem schwierigen Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Erwartung nach konsequenter RĂŒckfĂŒhrung und internationaler Kritik wegen der Verletzung von Menschenrechten.

  • Die SĂŒddeutsche Zeitung berichtet ausfĂŒhrlich ĂŒber den Abschiebeflug und beleuchtet dabei insbesondere die zunehmende Kritik von Menschenrechtsorganisationen, die auf die prekĂ€re Sicherheitslage in Afghanistan hinweisen und eine Aussetzung der Abschiebungen fordern. Im Artikel werden auch Stimmen aus der Zivilgesellschaft zitiert, die betonen, dass Abschiebungen in ein so unsicheres Land nicht zu rechtfertigen sind. Gleichzeitig verweist die Zeitung auf die VerschĂ€rfung der Asylpolitik in Deutschland und die politischen Spannungen rund um das Thema. (Quelle: SĂŒddeutsche Zeitung)
  • Auf ZEIT Online wird detailliert analysiert, wie die Bundesregierung den Spagat zwischen konsequenter Durchsetzung des AuslĂ€nderrechts und den menschenrechtlichen Bedenken gegenĂŒber Afghanistan zu meistern versucht. Der Artikel hebt hervor, dass die Zahl der Abschiebungen zuletzt wieder gestiegen ist und StĂ€dte sowie LĂ€nder unterschiedlich auf die Anweisungen aus Berlin reagieren. Zugleich werden in dem Text die juristischen und ethischen Fallstricke der Abschiebungen eingehend diskutiert. (Quelle: ZEIT Online)
  • Der SPIEGEL betrachtet das Thema Abschiebung nach Afghanistan aus unterschiedlichsten Blickwinkeln: Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf Betroffene und Familien, aber auch die herausfordernde Situation afghanischer OrtskrĂ€fte, die zuvor fĂŒr deutsche Behörden gearbeitet hatten. Zudem wird berichtet, wie sich politische Entscheidungen auf Deutschland und auf das Ansehen der Regierung in Europa auswirken. Abschließend wird thematisiert, dass politische Forderungen nach noch hĂ€rteren Maßnahmen inmitten internationaler Kritik anhalten. (Quelle: Der Spiegel)

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