Nord-SĂŒd-Kommission: Gröhe arbeitet mit Scholz zusammen
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 14:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Der frĂŒhere Bundesgesundheitsminister und heutige PrĂ€sident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe (CDU), ist in die neue Entwicklungspolitische Nord-SĂŒd-Kommission berufen worden. Das Gremium steht unter dem Vorsitz von Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD); Ko-Vorsitzende ist die frĂŒhere PrĂ€sidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla.
Gröhe verweist auf politische und humanitÀre Erfahrung
Gröhe erklĂ€rte, Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die StĂ€rkung internationaler Institutionen hĂ€tten in seiner politischen Arbeit stets eine wichtige Rolle gespielt. Als PrĂ€sident des Deutschen Roten Kreuzes gehöre er zudem zur Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, der weltweit gröĂten humanitĂ€ren Bewegung.
Die Berufung bezeichnete Gröhe als groĂe Ehre. Mit Scholz verbinde ihn eine jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, insbesondere aus seiner Zeit als Gesundheitsminister und den Jahren danach, sagte er.
Kommission soll VorschlĂ€ge fĂŒr Entwicklungszusammenarbeit erarbeiten
Mit Chinchilla habe er sich in zwei GesprĂ€chen intensiv ĂŒber die Arbeit des Gremiums ausgetauscht. Neue gemeinsam erarbeitete VorschlĂ€ge fĂŒr die kĂŒnftige Entwicklungszusammenarbeit und eine StĂ€rkung internationaler Institutionen seien auch im deutschen Interesse, erklĂ€rte Gröhe.
Globale Herausforderungen könnten nur bewĂ€ltigt werden, wenn internationale Spannungen abgebaut und faire Entwicklungschancen fĂŒr alle gestĂ€rkt wĂŒrden, sagte der DRK-PrĂ€sident.
Die Berufung von Hermann Gröhe verbindet deutsche Entwicklungspolitik mit der internationalen humanitĂ€ren Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes. Als PrĂ€sident des DRK bringt er den Blick einer Organisation ein, die ĂŒber die weltweite Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung in vielen Krisen- und Entwicklungskontexten tĂ€tig ist. Zugleich verfĂŒgt Gröhe als frĂŒherer Bundesgesundheitsminister ĂŒber politische Erfahrung in einem Feld, das eng mit globaler Gesundheitsvorsorge, Krisenresilienz und internationaler Zusammenarbeit verbunden ist.
Die Kommission unter dem Vorsitz von Olaf Scholz und der Ko-Vorsitzenden Laura Chinchilla soll VorschlĂ€ge fĂŒr die kĂŒnftige Entwicklungszusammenarbeit und eine StĂ€rkung internationaler Institutionen erarbeiten. Damit geht es nicht nur um einzelne Hilfsprogramme, sondern um die Frage, wie Staaten angesichts globaler Spannungen, Krisen und ungleicher Entwicklungschancen dauerhaft zusammenarbeiten können. FĂŒr Deutschland ist dieser Zusammenhang auch deshalb relevant, weil Entwicklungs-, AuĂen-, Sicherheits- und Gesundheitspolitik zunehmend ineinandergreifen.
Internationale Zusammenarbeit unter Druck
Faire Entwicklungschancen hĂ€ngen von verlĂ€sslichen Finanzierungen, funktionierenden Institutionen und belastbaren Partnerschaften mit LĂ€ndern des globalen SĂŒdens ab. Die Kommission kann hierzu politische Empfehlungen formulieren; ĂŒber deren Umsetzung entscheiden anschlieĂend die zustĂ€ndigen Regierungen und internationalen Organisationen. Gröhes angekĂŒndigter Beitrag dĂŒrfte insbesondere die humanitĂ€re Perspektive stĂ€rken: Hilfe soll nicht nur kurzfristig Not lindern, sondern auch dazu beitragen, Spannungen zu verringern und gesellschaftliche StabilitĂ€t zu fördern.
