Oberster, EU-General

Oberster EU-General fĂŒr Aufbau einer EU-Armee

Veröffentlicht: 01.02.2025 um 04:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die MilitĂ€rfĂŒhrung der EuropĂ€ischen Union spricht sich fĂŒr den Aufbau einer einheitlichen europĂ€ischen Armee aus.

Bundeswehr-Soldaten (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bundeswehr-Soldaten (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Eine EU-Armee wĂ€re angesichts der vielen sicherheitspolitischen Herausforderungen in der Welt und in unserer unmittelbaren Nachbarschaft langfristig sicherlich sinnvoll. Das mĂŒsste aber seitens der Politik initiiert werden", sagte der Vorsitzende des EU-MilitĂ€rausschusses (EUMC), General Robert Brieger, der "Welt am Sonntag". Brieger sitzt den Generalstabschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten vor. Der Vier-Sterne-General aus Österreich begrĂŒndete seine Forderung mit militĂ€rischen Argumenten: "Eine einheitliche Armee ist effizienter und effektiver als ein Koalitionsheer, also StreitkrĂ€fte, die, wie derzeit in der EU, von verschiedenen Nationen gebildet werden."

Das zeige auch die Geschichte. Brieger sagte weiter: "KoalitionsstreitkrĂ€fte haben immer einen gewissen Umfang an Koordinierungsproblemen und Effizienzverlusten, die sich beispielsweise aus unterschiedlichen MilitĂ€rkulturen oder verschiedenen Waffensystemen ergeben. Das wĂŒrde in einer EU-Armee vermutlich nicht passieren." Hintergrund: Am Montag wollen die Staats- und Regierungschefs der EU in BrĂŒssel ĂŒber eine europĂ€ische Verteidigungsunion beraten. Dabei geht es um den Ausbau von militĂ€rischen FĂ€higkeiten, die Entwicklung einer europĂ€ischen RĂŒstungsindustrie, aber auch um die Rolle der EU als sicherheitspolitischer Akteur in der Welt. In der Vergangenheit hatte bereits der frĂŒhere EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker eine EU-Armee gefordert und dies auch mit der Bedrohung durch Russland begrĂŒndet. Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte sich in ihrer frĂŒheren Funktion als deutsche Verteidigungsministerin mehrfach fĂŒr den Aufbau einer "Armee der EuropĂ€er" ausgesprochen, ohne dies allerdings genau zu prĂ€zisieren.

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