Seeheimer Kreis fĂŒr Migrationspolitik nach dĂ€nischem Vorbild
14.06.2024 - 03:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDas sei fĂŒr ihn selbstverstĂ€ndlich. Zugleich kritisierte er Aussagen des Juso-Vorsitzenden Philipp TĂŒrmer nach der Wahl. "Wir können nicht, wie der Juso-Chef jetzt vorschlĂ€gt, Probleme verschweigen, um bloĂ nicht rechten Narrativen hinterherzulaufen", mahnte Wiese. Das sei die völlig falsche Schlussfolgerung aus dieser Wahl. Wiese kritisierte auch die bisherige Aufarbeitung des Wahlergebnisses. "Wir können jetzt nach der Europawahl nicht sagen, das schlechte Wahlergebnis lag nur an schlechter Kommunikation", sagte Wiese. "Wir mĂŒssen wieder viel stĂ€rker die berufstĂ€tige Familie in den Blick nehmen, diejenigen, die jeden Morgen aufstehen und das Land mit am Laufen halten." Die Partei nehme die Sorgen der Menschen im Bereich Zuwanderung sehr ernst. Die meisten Menschen seien fĂŒr Zuwanderung, wollten aber, dass der Rechtsstaat durchgesetzt werde, so Wiese. "Sie haben die berechtigte Erwartungshaltung, dass diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten oder keinen Asylgrund haben, das Land wieder verlassen mĂŒssen." Das mĂŒsse die SPD kĂŒnftig klarer benennen. Zudem forderte er mehr Migrationsabkommen, um die Zahl der Abschiebungen weiter zu erhöhen, und ein Ende des grundsĂ€tzlichen Abschiebestopps nach Afghanistan. "Wer Kapitalverbrechen begeht, muss unser Land verlassen." Das Bundesinnenministerium arbeitet zurzeit daran. "Unser Sicherheitsinteresse geht vor", sagte der SPD-Politiker. 2021 hatte der EuropĂ€ische Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte Abschiebungen nach Afghanistan gestoppt. Der Gerichtshof legt das sogenannte Refoulement-Verbot in der Genfer FlĂŒchtlingskonvention in Kombination mit dem Folterverbot in der EuropĂ€ischen Menschenrechtskonvention so aus, dass nicht in LĂ€nder abgeschoben werden darf, in denen den Betroffenen Folter droht.
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