Papst Leo XIV., Lungenkrebs

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs und wird in Rom operiert

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 22:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Nach dem Eingriff in Rom bestätigten untersuchte Gewebeproben ein Lungenadenokarzinom. Der Papst ist nach Angaben der Ärzte ohne Komplikationen in sein Krankenzimmer zurückgekehrt.

Ärzte: Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs
Kuppel des Petersdom am Vatikan - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Operation im rechten Lungenunterlappen

  • Die Chirurgen entfernten den Unterlappen der rechten Lunge von Papst Leo XIV.
  • Die Ă„rzte der Gemelli-Klinik operierten den Papst am Dienstag in Rom.
  • Die Operation dauerte etwa 90 Minuten, der Aufenthalt im Operationssaal rund drei Stunden.
  • Nach kurzer Beobachtung kehrte Leo in sein Zimmer im 10. Stock zurĂĽck.

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs. Das teilten Ärzte der Gemelli-Klinik in Rom mit, nachdem der Pontifex am Dienstag erfolgreich an der Lunge operiert worden war.

Die während des Eingriffs untersuchten Gewebeproben bestätigten nach Angaben des Pressebüros des Heiligen Stuhls die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms. Untersuchungen vor der Operation hatten den Verdacht auf diese Erkrankung bereits nahegelegt.

Ärzte melden komplikationsfreien Verlauf

Die Chirurgen entfernten den Unterlappen der rechten Lunge. Nach Angaben der Ärzte verlief die Operation erfolgreich und ohne Komplikationen.

Der Papst soll sich insgesamt etwa drei Stunden im Operationssaal befunden haben, während der eigentliche Eingriff rund 90 Minuten dauerte. Nach dem Aufwachen kehrte er nach einer kurzen Beobachtungsphase in sein Zimmer im zehnten Stock der Klinik zurück.

Leo XIV. seit Mai 2025 im Amt

Leo XIV. ist seit dem 8. Mai 2025 Bischof von Rom und als Papst Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Zugleich ist er Staatsoberhaupt des Staates Vatikanstadt.

Er wurde im vierten Wahlgang zum Nachfolger des im April 2025 verstorbenen Papstes Franziskus gewählt.

Die Diagnose verändert die Ausgangslage gegenüber der öffentlichen Mitteilung vom Sonntag, wonach bei Leo XIV. lediglich ein früh entdeckter und gut lokalisierter Knoten festgestellt worden war. Die nun genannte Gewebeuntersuchung ordnet den Befund als Lungenadenokarzinom ein, eine Form von Lungenkrebs, deren weitere Behandlung von Ausbreitung, Tumorstadium und molekularen Eigenschaften abhängt.

Mit der Entfernung des rechten Unterlappens ist ein wesentlicher operativer Schritt bereits erfolgt. Die angegebene komplikationsfreie Operation und die Rückkehr des Papstes in sein Krankenzimmer sprechen zunächst für einen stabilen unmittelbaren Verlauf. Über zusätzliche Therapien, den endgültigen Befund oder die Dauer des Krankenhausaufenthalts enthält die Meldung keine Angaben.

Folgen fĂĽr den Vatikan

Der Eingriff fällt in eine Phase, in der der Vatikan die öffentlichen Termine des Kirchenoberhaupts koordinieren muss. Frühere Berichte hatten eine etwa einwöchige Erholung im Krankenhaus sowie geplante Reisen ab Ende Oktober in Aussicht gestellt. Ob diese Termine stattfinden können, dürfte vom Genesungsverlauf und den Empfehlungen der behandelnden Ärzte abhängen.

Für die katholische Kirche ist die Nachricht auch institutionell relevant: Leo XIV. ist seit Mai 2025 Papst und damit zugleich Bischof von Rom sowie Staatsoberhaupt der Vatikanstadt. Anders als bei einer Vakanz bleibt die kirchliche Leitung grundsätzlich beim Papst; konkrete Einschränkungen seiner Amtsausübung hängen daher von seinem Gesundheitszustand und möglichen Vertretungsregelungen ab.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Papst Leo XIV. für Lungenoperation im Krankenhaus eingetroffen“ (13.10.2026)

Der Beitrag beschreibt die Aufnahme des Papstes in der Gemelli-Klinik und die geplante Entfernung eines Lungenknotens. Im Unterschied zur vorliegenden Meldung stammt er aus der Zeit vor der Operation und enthält daher noch keine Diagnose des Gewebes oder Angaben zum Verlauf.

tagesschau: „Gemelli-Klinik Papst für Lungenoperation im Krankenhaus“ (12.10.2026)

Der Artikel ordnet den Befund als früh entdeckt und begrenzt ein und verweist auf einen möglichen Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche. Damit ergänzt er den aktuellen Operationsbericht um den zuvor erwarteten Erholungszeitraum, beantwortet aber nicht die nun bekannt gewordene Frage nach weiteren Behandlungsschritten.

Die Berichte stimmen darin überein, dass ein zunächst als begrenzt beschriebener Lungenbefund den Klinikaufenthalt und eine Operation erforderlich machte. Die aktuelle Diagnose und der komplikationsfreie Verlauf markieren gegenüber der Vorberichterstattung den entscheidenden neuen Informationsstand.

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