Ex-Verfassungsrichter, Union

Ex-Verfassungsrichter: Union unterschÀtzt Rolle von Karlsruhe

17.07.2025 - 11:30:54 | dts-nachrichtenagentur.de

Peter Huber, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht, unterstellt CDU und CSU, die Wirkungsmacht des höchsten deutschen Gerichts zu unterschÀtzen.

Bundesverfassungsgericht (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Vor allem die Union unterschĂ€tzt die Bedeutung des Bundesverfassungsgerichts fĂŒr die Gesellschaftspolitik und fĂŒr die politischen Grundentscheidungen unseres Landes", sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. "Zwar werden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts nur am Maßstab des Rechts und entlang der bisherigen Rechtsprechung getroffen", so der MĂŒnchner Staatsrechtler. Jedoch seien die Wertungen der Verfassung offen und daher konkretisierungsbedĂŒrftig.

"Deswegen enthĂ€lt das Grundgesetz durchaus Einfallstore fĂŒr Zeitgeist, eigene Vorstellungen und Überzeugungen." Huber: "Politiker verkennen hĂ€ufig, dass eine geĂ€nderte Mehrheit in einem Senat des Bundesverfassungsgerichts mehr verĂ€ndern kann als manche Parlamentswahl." Huber Ă€ußerte sich auch zur Sorge vor Richtern auf AfD-Ticket: "Die Erfahrung an den Landesverfassungsgerichten wie auch die mit Richtern der FPÖ in Österreich oder der Lega in Italien legt die Vermutung nahe, dass es nicht zu einem Stillstand der Rechtspflege kommt, wenn die AfD einen Richter stellt", sagte er dem Focus. Von der AfD nominierte Richter an Landesverfassungsgerichten seien bislang "im Großen und Ganzen unauffĂ€llig geblieben".

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