Polen, Verteidigungsausgaben

Polen will Verteidigungsausgaben von EU-Schuldenregeln ausnehmen

Veröffentlicht am: 22.02.2025 um 01:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Der polnische Finanzminister Andrzej Domanski will die Schuldenregeln der EU so Ă€ndern, dass erhöhte Ausgaben fĂŒr das MilitĂ€r nicht in die Berechnung von Defiziten einbezogen werden.
Flugabwehrraketensystem Patriot (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Man sollte den Regierungen erlauben, in Panzer, Jets und Munition zu investieren, ohne gegen fiskalische Vorschriften zu verstoßen", sagte Domanski der "Welt am Sonntag". "Eine schnelle StĂ€rkung der europĂ€ischen RĂŒstungsindustrie ist notwendig - zuerst, um uns verteidigen zu können, aber auch, um unser Wachstum zu fördern." Die EU-Staaten wollen ihre Ausgaben fĂŒr Verteidigung erhöhen und diskutieren derzeit, woher das Geld dafĂŒr kommen könnte und wie es eingesetzt werden soll. Domanski forderte ein neues europĂ€isches Instrument. "Wir mĂŒssen einen Finanzierungsmechanismus aufbauen, der es den Staaten ermöglicht, die Produktion und Beschaffung von Waffen gemeinsam zu stemmen", sagte er.

Warschau arbeite derzeit an konkreten VorschlĂ€gen. Bisher war der gemeinsame Kauf von RĂŒstung eine Ausnahme in der EU. FĂŒr Domanski ist klar, dass Europa stĂ€rker in die eigene Verteidigung investieren muss. "Wir sind eine Familie der reichsten LĂ€nder des Planeten, mit einer Wirtschaftskraft, die viel höher ist als jene Russlands", sagte er. "Wir mĂŒssen imstande sein, die Sicherheit unserer Menschen zu finanzieren." Sollte Europa das nicht schaffen, so Domanski, wĂ€re es das ultimative Scheitern der Demokratie.

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