Quecksilberverdacht, DHL-Depot Leizen

Quecksilberverdacht: DHL-Depot in Leizen wird evakuiert

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 20:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Ein DHL-Standort in Leizen ist nach dem Fund eines möglichen Gefahrstoffs abgesperrt worden. Ein Mitarbeiter klagte ĂŒber Unwohlsein, wĂ€hrend SpezialkrĂ€fte Depot und Zustellfahrzeug untersuchen.

Quecksilberverdacht in DHL-Depot in Mecklenburg-Vorpommern
Polizei (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

In einem DHL-Depot in Leizen in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Gefahrstoff entdeckt worden, bei dem es sich möglicherweise um Quecksilber handelt. Die Polizei sperrte den Standort ab und leitete einen Großeinsatz ein, nachdem ein Mitarbeiter ĂŒber Unwohlsein geklagt hatte.

Depot und Zustellfahrzeug untersucht

Der Standort wurde evakuiert. Ein Gefahrgutzug untersuchte das GelÀnde sowie das betroffene Zustellfahrzeug.

SpezialkrÀfte sind vor Ort, um die Lage zu klÀren. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Quecksilber ausgetreten ist und ob weitere Sendungen betroffen sein könnten.

Zusammenhang mit frĂŒherem Vorfall geprĂŒft

Bereits in der vergangenen Woche hatte es einen Àhnlichen Vorfall in Neustadt-Glewe gegeben. Dabei wurden zwei Frauen durch Quecksilber vergiftet.

Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang wegen eines versuchten Verbrechens. Im aktuellen Fall konzentrieren sich die Ermittlungen den vorliegenden Angaben zufolge auf den unerlaubten Umgang mit gefÀhrlichen Stoffen und versuchte gefÀhrliche Körperverletzung.

BefĂŒrchtung weiterer kontaminierter Pakete

Es besteht die BefĂŒrchtung, dass weitere kontaminierte Pakete im Postnetz vorhanden sein könnten. Ob ein Zusammenhang zwischen den FĂ€llen besteht und wie viele Sendungen betroffen sein könnten, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, dessen DÀmpfe und bestimmte Verbindungen bereits in vergleichsweise kleinen Mengen gesundheitsschÀdlich sein können. Bei einem möglichen Austritt in einem Logistikstandort steht deshalb zunÀchst die Gefahrenabwehr im Mittelpunkt: RÀumung, Absperrung, Messungen und die Sicherung betroffener Fahrzeuge oder Sendungen sollen verhindern, dass weitere Personen Kontakt mit dem Stoff bekommen.

Die besondere Bedeutung des Vorgangs ergibt sich aus dem zeitlichen Zusammenhang mit dem bereits gemeldeten Vorfall in Neustadt-Glewe. Dort wurden nach Angaben der dts-Meldung zwei Frauen durch Quecksilber vergiftet; die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Verbrechens. Der erneute Fund in einem DHL-Depot erweitert damit den möglichen Tatort- und Ermittlungsbereich auf den Pakettransport.

Gefahr fĂŒr das Postnetz

Sollten weitere kontaminierte Pakete im Umlauf sein, mĂŒssten Transportwege, UmschlagplĂ€tze und EmpfĂ€nger identifiziert werden. FĂŒr Anwohner und Kunden ist entscheidend, dass verdĂ€chtige Sendungen nicht geöffnet oder weiter bewegt werden. Die konkrete GefĂ€hrdung hĂ€ngt davon ab, in welcher Form das Quecksilber vorliegt, wie viel Stoff vorhanden ist und ob es zu einer Freisetzung gekommen ist.

Ermittlungen und nÀchste Schritte

Die SpezialkrÀfte untersuchen deshalb nicht nur das Depot, sondern auch das betroffene Zustellfahrzeug. Erst die Messungen und die kriminaltechnische Auswertung können klÀren, ob der Verdacht bestÀtigt wird, wie der Stoff dorthin gelangte und ob beide Ereignisse zusammenhÀngen.

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