RAF Fairford: FĂŒnf MĂ€nner nach Terrorverdacht festgenommen
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 15:52 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSFĂŒnf MĂ€nner sind am Sonntag nach einem Vorfall nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt RAF Fairford festgenommen worden. Gegen sie besteht der Verdacht, eine terroristische Handlung vorbereitet zu haben.
Polizei richtet Sperrkreis ein
Britische Medien berichteten, dass ein Spezialteam der Armee zur Beseitigung von Kampfmitteln eine Reihe von Fahrzeugen untersuchte. Der stellvertretende Polizeichef bezeichnete den Vorgang als âschwerwiegenden Vorfallâ.
UrsprĂŒnglich waren die MĂ€nner wegen des Verdachts auf VerstöĂe gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden. Die Polizei von Gloucestershire teilte mit, dass nach einem GroĂalarm mehrere Anwesen im Gebiet von Whelford evakuiert wurden.
85 Haushalte betroffen
In der NĂ€he des US-StĂŒtzpunktes mussten 85 Haushalte ihre HĂ€user verlassen. AuĂerdem richteten die EinsatzkrĂ€fte einen Sperrkreis mit einem Radius von 400 Metern ein.
Nach EinschĂ€tzung der Polizei war der Vorfall im Laufe des Tages unter Kontrolle. Ein Sprecher der US-Luftwaffe erklĂ€rte, man werde keine Details zu konkreten MaĂnahmen zum Schutz der StreitkrĂ€fte kommentieren.
RAF Fairford fĂŒr US-EinsĂ€tze genutzt
Whelford liegt im Westen Englands in der NĂ€he von RAF Fairford. Der StĂŒtzpunkt wurde wĂ€hrend des Krieges mit dem Iran von US-StreitkrĂ€ften genutzt; bereits im MĂ€rz hatten die USA Langstreckenbomber dorthin verlegt.
Das britische Verteidigungsministerium hatte bestĂ€tigt, dass die USA britische StĂŒtzpunkte fĂŒr âspezifische Verteidigungsoperationenâ im Iran-Krieg nutzten.
RAF Fairford liegt in Gloucestershire und wird von der Royal Air Force betrieben, zugleich aber regelmĂ€Ăig von den US-StreitkrĂ€ften genutzt. Der StĂŒtzpunkt ist auf EinsĂ€tze mit weitreichenden MilitĂ€rflugzeugen ausgelegt und verfĂŒgt ĂŒber eine lange Start- und Landebahn. Dadurch besitzt er eine Bedeutung, die ĂŒber die lokale Infrastruktur hinausgeht.
Die Evakuierung von 85 Haushalten und der Sperrkreis von 400 Metern zeigen, dass die Behörden den Vorfall zunĂ€chst als mögliche Gefahr fĂŒr die Bevölkerung behandelten. Bei einem Einsatz von Spezialisten zur Beseitigung von Kampfmitteln werden verdĂ€chtige GegenstĂ€nde oder Fahrzeuge kontrolliert, bevor die Polizei den Bereich wieder freigibt. FĂŒr Anwohner bedeutet dies vor allem eine vorĂŒbergehende EinschrĂ€nkung und die Notwendigkeit, behördlichen Anweisungen zu folgen.
Sicherheitslage an militÀrischen Standorten
Der Terrorverdacht betrifft nach der Meldung die mutmaĂliche Vorbereitung einer terroristischen Handlung; ĂŒber konkrete PlĂ€ne, mögliche Ziele oder Beweismittel liegen keine Angaben vor. Die ursprĂŒnglichen Festnahmen wegen möglicher VerstöĂe gegen das Sprengstoffgesetz können im weiteren Verlauf in andere strafrechtliche VorwĂŒrfe ĂŒbergehen, mĂŒssen aber von den zustĂ€ndigen Ermittlungsbehörden geklĂ€rt werden.
Die Nutzung britischer Basen fĂŒr US-Operationen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg erhöht die strategische Bedeutung solcher Standorte. Zugleich lĂ€sst sich aus dem aktuellen Polizeieinsatz allein nicht ableiten, ob ein Zusammenhang mit internationalen Konflikten besteht. Entscheidend fĂŒr die weitere Bewertung sind Angaben zu den sichergestellten GegenstĂ€nden, den HintergrĂŒnden der fĂŒnf MĂ€nner und dem Fortgang der Ermittlungen.
