Risiken, ArzneimittelrĂŒckstĂ€nde

Risiken durch ArzneimittelrĂŒckstĂ€nde richtig einschĂ€tzen: Wie das Projekt APRIORA Gemeinden hilft, die TrinkwasserqualitĂ€t zu verbessern

Veröffentlicht am: 06.01.2025 um 12:10 Uhr | presseportal.de

Rostock - Im Rahmen des EU-geförderten Projekts APRIORA werden RĂŒckstĂ€nde von Arzneimitteln untersucht. Bei Wind und Wetter entnehmen Wissenschaftler der UniversitĂ€t Rostock Wasserproben. Ziel ist es, durch innovative AnsĂ€tze die Abwasserbehandlung in Europa zu verbessern.

POL-OS: OsnabrĂŒck: Halil, Barazani, Omar und Miir - die kleinen Helden von OsnabrĂŒck - Ihr habt Euch vorbildlich verhalten - Bild: presseportal.de
POL-OS: OsnabrĂŒck: Halil, Barazani, Omar und Miir - die kleinen Helden von OsnabrĂŒck - "Ihr habt Euch vorbildlich verhalten" - Bild: presseportal.de

Die Warnow scheint an diesem kalten Vormittag bergauf zu fließen, dabei ist es nur der Wind, der die OberflĂ€che in starken Böen gegen die Fließrichtung treibt. Die Warnow liegt in diesem Teil in einem Naturschutzgebiet. Im Schilf an ihren RĂ€ndern ist die Fauna wertvoll, Vögel nisten hier und die Wiesen haben selbst im Winter ein sattes GrĂŒn. Aber der Fluss ist nicht nur Heimstadt von Tieren und Pflanzen, er ist auch Trinkwasserreservoir der Großstadt Rostock.

Am Steg des OlympiastĂŒtzpunkts der Ruderer sĂŒdlich von Rostock machen sich Prof. Jens TrĂ€nckner und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Alena Seidenfaden bereit, um Wasserproben aus der Warnow zu ziehen. Die beiden sind von der UniversitĂ€t Rostock und im EU-geförderten Projekt APRIORA aktiv. Die Wissenschaftler untersuchen das FließgewĂ€sser auf RĂŒckstĂ€nde von Arzneien. Allein in Deutschland werden 35.000 Tonnen Arzneimittel jĂ€hrlich eingenommen. Viele RĂŒckstĂ€nde gelangen ĂŒber Ausscheidungen zurĂŒck ins Abwasser und nicht alle KlĂ€ranlagen sind technisch gerĂŒstet, auch diese RĂŒckstĂ€nde zu filtern. So gelangen Arzneiwirkstoffe ins Trinkwasser.

Und hier setzt das Projekt APRIORA an. Durch die Kombination von Messungen und Modellierung kann die Verteilung der Wirkstoffe im GewÀsser analysiert werden. Eine detaillierte Risikobewertung bezieht dabei die Auswirkungen auf die aquatische Umwelt, menschliche Nutzung und Antibiotikaresistenz mit ein. Dies ermöglicht es, den individuellen Beitrag jeder KlÀranlage zur Belastung der GewÀsser abzuschÀtzen.

Die Implementierung des APRIORA-Tools in der Ostseeregion verspricht Umwelt- und Gesundheitsvorteile, indem Behörden in die Lage versetzt werden, gezielte Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen. Eine effektive Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Partnern und Behörden wird durch regelmĂ€ĂŸigen Austausch und Schulungen gewĂ€hrleistet.

Das langfristige Ziel von APRIORA ist es, zur zielgenauen Verbesserung der Abwasserbehandlung in Europa beizutragen und möglicherweise den Ansatz auch auf andere Stoffe zu ĂŒbertragen. Durch interregionale Zusammenarbeit entstehen nicht nur direkt anwendbare Lösungen, sondern es fördert auch das Zusammenwachsen von Europa auf wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene.

Insgesamt zeigt das Projekt APRIORA, dass die grenzĂŒbergreifende Zusammenarbeit und der interdisziplinĂ€re Ansatz einen bedeutenden Beitrag zur BewĂ€ltigung von Umweltproblemen leisten können.

Projektbeschreibung:

Die KohĂ€sionspolitik hat klare Ziele fĂŒr den Förderzeitraum 2021-2027 definiert: Ein durch Innovation intelligentes Europa, ein grĂŒneres, CO2-emissionsarmes Europa, ein stĂ€rker vernetztes Europa, ein sozialeres Europa und ein bĂŒrgernĂ€heres Europa. Nachhaltige Herausforderungen rĂŒcken in den Fokus der Gesellschaft, insbesondere in Deutschland und seinen NachbarlĂ€ndern. Im Rahmen des Projekts "EU4regions" werden hochwertige multimediale und journalistische Informationen zur KohĂ€sionspolitik produziert und anschließend breit gestreut. Innerhalb von 12 Monaten wird ĂŒber Interreg-Projekte aus West- und Ostdeutschland und den NachbarlĂ€ndern/-regionen berichtet, um lokale Herausforderungen aufzuzeigen. Die betroffenen LĂ€nder sind Polen, die Tschechische Republik, Österreich, die Schweiz, Frankreich, die Niederlande und DĂ€nemark. Unser thematischer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit, wobei wir Nachhaltigkeit als Ganzes verstehen. Obwohl Klimafragen im Mittelpunkt stehen, werden sie durch wirtschaftliche und soziale Aspekte ergĂ€nzt. Ziel ist es, zu zeigen, wie sich die EU-KohĂ€sionspolitik auf Regionen und Menschen auswirkt.

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