Klinikreform: Lauterbach stellt Einteilung von Leistungsgruppen vor
28.01.2025 - 11:47:38 | dts-nachrichtenagentur.de
"Der Grouper erzwingt die dringend notwendige Spezialisierung unserer stationĂ€ren Versorgung", so Lauterbach. FĂŒr die Umsetzung der Reform entwickelte Institut fĂŒr das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) einen SchlĂŒssel (Grouper), mit dem die von KrankenhĂ€usern erbrachten stationĂ€ren FĂ€lle den in der Krankenhausreform (KHVVG) definierten Leistungsgruppen zugeordnet werden. Das Bundesministerium fĂŒr Gesundheit (BMG) erarbeitete zudem einen Entwurf einer Rechtsverordnung zur Ausgestaltung des Transformationsfonds, durch den der Umbau der Klinikstrukturen gefördert wird. Und schlieĂlich wurde der Leistungsgruppen-Ausschuss mit GeschĂ€ftsstelle beim Gemeinsamen Bundesaschuss (G-BA) eingerichtet, der die gesetzlich definierten Leistungsgruppen und QualitĂ€tskriterien weiterentwickeln soll. Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der CharitĂ© in Berlin, sieht die Reform als Möglichkeit, in Zeiten des FachkrĂ€ftemangels die BehandlungsqualitĂ€t aufrechtzuerhalten. "Die Krankenhausreform bietet die notwendige Basis, die Krankenhausstruktur an diese Herausforderungen anzupassen und die Finanzierung auf neue FĂŒĂe zu stellen", sagte er. "Dabei erhĂ€lt die UniversitĂ€tsmedizin eine koordinierende Funktion." Der Ărztliche Direktor des Deutschen Herzzentrums der CharitĂ©, Volkmar Falk, sieht eine QualitĂ€tssteigerung, wenn Teams bestimmte Behandlungen hĂ€ufig durchfĂŒhren. "Die moderne Herz-Kreislaufmedizin erfordert eine Subspezialisierung, die nur in Zentren mit hohem Fallvolumen realisierbar ist", sagte er. "Je mehr Eingriffe ein Team durchfĂŒhrt, desto besser wird es - und desto gezielter können spezielle Expertenteams fĂŒr bestimmte Erkrankungen gebildet werden." Die durch die Einteilung der Leistungsgruppen geplante Konzentration auf spezialisierte Zentren hĂ€lt er fĂŒr richtig. Eine solche Konzentration "verbessert die VersorgungsqualitĂ€t und rettet Leben", so Falk.
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