S&D-Konferenz zu hochwertigen ArbeitsplĂ€tzen: Europa muss BeschĂ€ftigte beim digitalen Wandel schĂŒtzen
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 18:59 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSDie Arbeitswelt verĂ€ndert sich schnell. Automatisierung und KĂŒnstliche Intelligenz können ArbeitsplĂ€tze und TĂ€tigkeiten grundlegend verĂ€ndern.
Expertinnen und Experten warnten auf der Konferenz vor konkreten Risiken des KI-gestĂŒtzten Arbeitsmanagements. Dazu zĂ€hlen höhere ArbeitsintensitĂ€t, stĂ€rkerer Leistungsdruck, geringere Autonomie, intransparente Personalentscheidungen, Ăberwachung sowie Belastungen fĂŒr die psychische und körperliche Gesundheit. "Der durch KI und algorithmisches Management vorangetriebene Wandel birgt sowohl Chancen fĂŒr die ProduktivitĂ€t als auch Risiken fĂŒr die Autonomie, das Einkommen und die Grundrechte der Arbeitnehmer", warnt etwa eine im Oktober 2025 vom Wissenschaftlichen Dienst des EuropĂ€ischen Parlaments veröffentlichte Studie.
Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer forderten daher die Einbeziehung von Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmern und ihren Interessenvertretungen bei der EinfĂŒhrung solcher Systeme und wirksame Rechte auf Information, Kontrolle und Anfechtung erhalten, forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz.
"FĂŒr uns, die S&Ds, muss Technologie den Menschen dienen. Sie muss die QualitĂ€t der Arbeit verbessern. Sie muss die Rechte der Arbeitnehmer stĂ€rken," sagte S&D VizeprĂ€sidentin Gaby Bischoff.
BeschĂ€ftigte dĂŒrfen nicht zum Objekt automatisierter Entscheidungen werden. Algorithmen dĂŒrfen nicht darĂŒber bestimmen, wer seinen Arbeitsplatz verliert. Ein europĂ€ischer "Quality Jobs Act" muss aus Sicht der S&D-Fraktion deshalb konkrete und durchsetzbare Rechte sichern. Dazu gehören:
"Wir stehen an der Seite der BeschÀftigten - heute und in Zukunft": Unter diesem Leitgedanken stellte die Konferenz die Perspektiven von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Mittelpunkt.
Die S&D-Fraktion fordert die EuropĂ€ische Kommission auf, im angekĂŒndigten Rechtsrahmen nicht bei freiwilligen Leitlinien stehen zu bleiben. Notwendig sind Mindeststandards, die in allen Mitgliedstaaten gelten und wirksam durchgesetzt werden können. Leitlinien können nĂŒtzlich sein, betonte die VizeprĂ€sidentin der Kommission, Roxana Minzatu, aber "durch Vorschriften stellen wir sicher, dass diese Rechte auch weiterhin gelebt werden."
Gaby Bischoff, VizeprĂ€sidentin der S&D-Fraktion fĂŒr Soziales Europa zur KI-Technologie:
"Sie muss reguliert werden, damit sie den Menschen zugutekommt und unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert. Und die enormen ProduktivitĂ€tsgewinne, die kĂŒnstliche Intelligenz und Robotik mit sich bringen können, mĂŒssen an die Gesellschaft als Ganzes umverteilt werden und nicht nur in den HĂ€nden einiger weniger EigentĂŒmer von Big-Tech-Unternehmen landen."
Die Konferenz "Quality Jobs for All" (S&D Conference: Quality Jobs for All) fand am 14. Oktober 2026 von 15.30 bis 19.00 Uhr im EuropĂ€ischen Parlament in BrĂŒssel statt. Die S&D-Fraktion ruft die EuropĂ€ische Kommission, die Mitgliedstaaten, Arbeitgeber und Sozialpartner dazu auf, jetzt verbindliche Regeln fĂŒr sichere, faire und hochwertige Arbeit zu schaffen.
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