Kinderschutzbund, Kindergrundsicherung

Kinderschutzbund zeigt sich enttÀuscht von Kindergrundsicherung

10.04.2024 - 02:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Sabine Andresen, PrÀsidentin des deutschen Kinderschutzbunds, ist mit dem Gesetzentwurf zur Kindergrundsicherung nicht zufrieden.

Drachensteigen (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir alle haben uns mit der Reform deutlich mehr gewĂŒnscht", sagte sie den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Mittwochausgabe). Der große Wurf sei die Reform "auf alle FĂ€lle noch nicht". "Wenn jetzt noch nicht einmal der Einstieg gelingt, dann wĂ€re das fatal", sagte Andresen.

Sie forderte unter anderem eine Neuberechnung des "kindlichen Existenzminimums". Sie habe den Eindruck, dass es in der Ampel-Koalition "unterschiedliche Vorstellungen darĂŒber gibt, ob man die BekĂ€mpfung von Kinder- und Jugendarmut wirklich priorisieren will oder nachrangig behandelt". Andresen kritisierte auch die von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (GrĂŒne) ins Spiel gebrachten und inzwischen wieder relativierten 5.000 neuen Behördenstellen. Es sei Ă€rgerlich, "wenn Zahlen in den Raum geworfen und dann spĂ€ter wieder zurĂŒckgenommen werden", sagte sie. "Dadurch entstehen viel Unruhe und viele unnötigen Debatten." Ihr fehle der Einblick in die Verwaltung, um zu beurteilen, wie viele neue Stellen nötig seien und wie viele durch Umschichtungen gewonnen werden könnten. "Der bĂŒrokratische Aufwand darf jedenfalls nicht so groß sein, dass er viel von dem zur VerfĂŒgung stehenden Geld auffrisst, das bei den Kindern und Jugendlichen damit nicht ankĂ€me", sagte Andresen.

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