Schleswig-Holsteins, MinisterprÀsident

Schleswig-Holsteins MinisterprÀsident will Schuldenbremse-Reform

30.11.2024 - 07:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Schleswig-Holsteins MinisterprĂ€sident Daniel GĂŒnther (CDU) hat sich fĂŒr eine Reform der Schuldenbremse durch den nĂ€chsten Bundestag ausgesprochen.

Daniel GĂŒnther (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ich bin nicht dafĂŒr, die Schuldenbremse abzuschaffen. Wir sollten sie aber ein StĂŒck weit verĂ€ndern", sagte GĂŒnther der "Welt am Sonntag". "Als LĂ€nder haben wir bei der EinfĂŒhrung der Schuldenbremse bewusst auf die Möglichkeit zu einer strukturellen Kreditaufnahme verzichtet. Das hat sich in Krisenzeiten nicht bewĂ€hrt", erlĂ€uterte der CDU-Politiker seine Haltung, die in der Union umstritten ist. GĂŒnther argumentierte weiter: "Wir können aus einer Notsituation wie der Corona-Pandemie gar nicht sofort auf einen regulĂ€ren Haushalt umschwenken, wie es die Rechtslage derzeit erzwingt. Deshalb sollten wir die Anpassung der Schuldenbremse nach der Bundestagswahl so schnell wie möglich gemeinsam in Angriff nehmen." Er wolle deshalb in den kommenden Wochen dafĂŒr werben, dass eine Reform der Schuldenbremse Bestandteil des Wahlprogramms von CDU und CSU werde.

"Wir brauchen in diesen Zeiten Investitionen", so der Kieler Regierungschef. GĂŒnther kritisierte die Parteien der ehemaligen Ampel-Koalition fĂŒr deren Erscheinungsbild in den vergangenen Wochen. "Ich hĂ€tte mir noch eine Woche vor dem Bruch der Ampel-Koalition nicht vorstellen können, dass eine Regierung quasi darum bettelt, aus der Verantwortung entlassen zu werden. Ich halte das fĂŒr verantwortungslos." Mit Blick auf das sogenannte D-Day-Szenario der FDP-Spitze sagte der CDU-Politiker: "Politisch finde ich derlei Kriegsrhetorik pietĂ€tlos. Das Vorgehen lĂ€sst wirklich jede staatspolitische Verantwortung vermissen." Auf die nĂ€chste Bundesregierung komme nach dem Scheitern der Ampel eine große Aufgabe zu, sagte GĂŒnther: "In Zeiten, in denen die demokratischen Parteien in manchen Landtagen keine Mehrheit mehr haben, stehen wir in der verdammten Pflicht, zu beweisen, dass wir vernĂŒnftig zusammenarbeiten und die Herausforderungen, vor denen wir stehen, in den Griff bekommen."

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