Jugend, Bildung

Schulstress trifft MÀdchen hÀrter: Einblicke in die Sorgen der Jugend

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Schulstress macht fast jedem dritten Jugendlichen in Deutschland schwer zu schaffen – besonders junge MĂ€dchen sind betroffen.

Studie: Schulstress belastet MÀdchen stÀrker als Jungen
Kinder in einer Schule (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Kürzlich ergab eine Sinus-Studie im Auftrag der Barmer, dass 33 Prozent der 14- bis 17-Jährigen mit erheblichem Druck durch die Schule kämpfen. Interessant – und irgendwie traurig zugleich: Mädchen sind mit 42 Prozent deutlich häufiger betroffen als Jungen, bei denen die Quote bei 25 Prozent liegt. Woran das liegt? Klar, das Schulsystem fordert viel, aber die Erwartungshaltungen, soziale Dynamiken und vielleicht auch das Bedürfnis nach Anerkennung lasten gerade auf Mädchen häufig stärker. Auffällig auch: Nur etwa ein Fünftel der Jugendlichen fühlen sich vom Schulstress völlig unbeeinträchtigt. Gleich hinter dem Schulstress rangieren Familienkonflikte (16 Prozent) und Gefühl von Einsamkeit (12 Prozent) als große Belastungen. Der Vorstand der Barmer, Christoph Straub, wünscht sich da mehr Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit der jungen Generation – und man fragt sich, wie lange es noch braucht, bis Schule nicht nur Wissen, sondern auch Gelassenheit vermittelt. Ein interessanter Nebenaspekt: Wer einen niedrigeren Bildungsabschluss anstrebt, ist meistens deutlich stärker belastet – etwa, wenn es um Mobbing, Süchte oder chronische Leiden geht. Und, fast schon beruhigend: Stress mit dem oder der Liebsten spielt in diesem Alter eine eher untergeordnete Rolle – nur sechs Prozent fühlen sich davon wirklich gestresst. Mehr Stoff für Diskussionen und vielleicht auch Anlass, genauer hinzuhören, wenn Jugendliche von ihren Sorgen erzählen.

Die Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Barmer offenbart: Fast jede*r dritte Jugendliche empfindet die Anforderungen der Schule als starke Belastung, wobei Mädchen weit öfter betroffen sind als Jungen. Zusätzlich zeigen die Ergebnisse, dass Jugendliche mit niedrigerem Bildungsgrad in puncto Stress, Mobbing, Suchtverhalten und chronische Erkrankungen besonders gefährdet sind. In aktuellen Recherchen finden sich ergänzende Details: Neben Schulstress verschärfen Krisen wie Inflation, Zukunftsangst und Klimawandel die Sorgen Jugendlicher weiter – etwa machen soziale Medien und ständige Erreichbarkeit laut Artikeln von taz und der Süddeutschen die Lage noch komplexer. Neue Untersuchungen legen nahe, dass gerade nach der Pandemie psychische Gesundheitsprobleme in der jungen Generation zugenommen haben; Hilfsangebote seien vielerorts jedoch unzureichend (vgl. Zeit, Spiegel). Bildungsforscher*innen und Gesundheitsexpert*innen fordern verstärkt niederschwellige Beratungen in Schulen und mehr gesellschaftliches Verständnis für die Belastungen von Jugendlichen.

  • Ein aktueller Bericht in der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass auch in anderen Bildungsstudien der Druck auf Jugendliche erkennbar steigt; vor allem soziale Unterschiede verschärfen Stresserfahrungen und erschweren den Zugang zu Hilfen Quelle: Süddeutsche Zeitung.
  • Laut der Zeit haben Expert*innen jüngst gewarnt, dass die psychische Belastung in den Schulen nach der Pandemie einen Höchststand erreicht hat – und fordern gezieltere Präventionsprogramme sowie mehr Offenheit im Umgang mit Stress und Angst Quelle: Die Zeit.
  • Einem langen Spiegel-Artikel zufolge schlagen sowohl Lehrkräfte als auch Psycholog*innen Alarm: Der zunehmende Leistungsdruck, kombiniert mit Sorgen um Zukunft und Klima, hinterlasse bei manchen Jugendlichen tiefe Spuren und führe zu wachsendem Beratungsbedarf in Schulen Quelle: Der Spiegel.

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