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Schwesig bekrÀftigt Kritik an Einschnitten bei Unterhaltsvorschuss

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 19:53 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihre Kritik an den PlĂ€nen der Bundesregierung zur KĂŒrzung beim Unterhaltsvorschuss bekrĂ€ftigt.

Schwesig bekrÀftigt Kritik an Einschnitten bei Unterhaltsvorschuss
Manuela Schwesig (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Die jĂŒngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Familienministerin Karin Prien (CDU) zeigten, dass sie die Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern nicht verstanden hĂ€tten, sagte die ehemalige Bundesfamilienministerin dem "Spiegel".

Viele Alleinerziehende arbeiteten bereits und seien trotzdem auf den Unterhaltsvorschuss angewiesen. "Alleinerziehende mit Kindern in einem Alter von 16 oder 17 Jahren haben auch Kosten. Auch in diesem Alter brauchen Kinder UnterstĂŒtzung", so Schwesig. Merz und Prien hatten darauf hingewiesen, dass alleinerziehende Eltern Ă€lterer Kinder in Vollzeit arbeiten könnten, anders als Eltern kleinerer Kinder.

Schwesig sagte, dass sie die PlĂ€ne der Koalition von Anbeginn abgelehnt habe. So habe sie bereits in der MinisterprĂ€sidentenkonferenz am 25. Juni auf die schwierigen Auswirkungen auf Alleinerziehende und ihre Kinder hingewiesen. Mecklenburg-Vorpommern habe schriftlich in einer Protokollnotiz festgehalten, dass das Bundesland einer solchen EinschrĂ€nkung nicht zustimmt. Bremen habe sich ebenfalls kritisch geĂ€ußert. "Deshalb können sich weder der Kanzler noch Frau Prien hinter angeblichen gemeinsamen BeschlĂŒssen von Bund und allen LĂ€ndern verstecken", sagte Schwesig.

Sie habe bei der Bildung der Bundesregierung selbst mit Prien die Kapitel zur Familienpolitik verhandelt. "Von KĂŒrzungen war damals ĂŒberhaupt keine Rede. Im Gegenteil. Es sollte Verbesserungen beim Unterhaltsvorschuss geben." Schwesig findet: "Die gestiegenen Ausgaben fĂŒr den Unterhaltsvorschuss dĂŒrfen kein Anlass fĂŒr Sparmaßnahmen zulasten von Kindern sein. Sie zeigen, dass das Thema sogar noch an Bedeutung gewonnen hat."

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