SdK kritisiert Habeck-Vorstoà zu SozialbeitrÀgen auf KapitalertrÀge
Veröffentlicht am: 13.01.2025 um 12:03 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) weist den Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne), kĂŒnftig auch SozialversicherungsbeitrĂ€ge auf KapitalertrĂ€ge zu erheben, zurĂŒck.
"WĂŒrde man nun auf Kapitaleinkommen auch bei gesetzlich Pflichtversicherten KrankenversicherungsbeitrĂ€ge fordern, wĂŒrde diese genau die gerne von der Politik als die wichtige Mittelschicht titulierten Facharbeiter treffen", warnte der Vorstandsvorsitzende der SdK, Daniel Bauer, gegenĂŒber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).
Bauer verwies darauf, dass Pflichtversicherte dann gegebenenfalls bis zur Beitragsbemessungsgrenze BeitrĂ€ge auf KapitalertrĂ€ge zahlen mĂŒssten. Das sei eine "eine wesentliche Mehrbelastung" - allerdings ohne dafĂŒr eine verbesserte Gesundheitsversorgung zu bekommen. "MillionĂ€re und MilliardĂ€re wĂŒrde dies nicht treffen, da die KrankenversicherungsbeitrĂ€ge eben durch die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt sind, und diese Klientel das nicht wirklich treffen wĂŒrde", so Bauer weiter.
Auch die FDP ging mit den ĂuĂerungen Habecks hart ins Gericht.
"Habecks Vorschlag offenbart die ökonomische Kleingeistigkeit und den Sozialneid der GrĂŒnen. Wer sein bereits versteuertes Einkommen unabhĂ€ngig vom Staat spart oder anlegt, soll jetzt nach dem Willen der GrĂŒnen fĂŒr dieses eigenverantwortliche Handeln bestraft werden", sagte der Fraktionsvize der FDP im Bundestag, Christoph Meyer, den Funke-Zeitungen.
Habeck hatte am Sonntagabend kritisiert, dass KapitalertrÀge bislang von SozialversicherungsbeitrÀgen freigestellt sind. Ihm leuchte nicht ein, dass Arbeit höher belastet werde als Einkommen aus Kapitalanlagen. "Und deswegen schlagen wir vor, dass wir auch diese Einkommensquellen sozialversicherungspflichtig machen", sagte Habeck. Wenn auf diese Weise die Beitragsgrundlage der gesetzlichen Krankenversicherung verbreitert werde, wÀre dies "ein Schritt zu mehr SolidaritÀt innerhalb des Systems", ergÀnzte er.