Gesundheitspolitik, Pharmaindustrie

Standortklausel jetzt umsetzen: BPI fordert konkrete Schritte fĂŒr die Pharmastrategie

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 09:57 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Berlin - Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrĂŒĂŸt den Beschluss der MinisterprĂ€sidentenkonferenz zum Pharmastandort Deutschland. In dem Beschluss wird die strategische Bedeutung der pharmazeutischen Industrie fĂŒr Versorgungssicherheit, Innovation und BeschĂ€ftigung hervorgehoben. Von der Bundesregierung wird erwartet, die mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossene zusĂ€tzliche Belastung fĂŒr pharmazeutische Unternehmen, die in Deutschland forschen und produzieren, wie vereinbart zu reduzieren.
Standortklausel jetzt umsetzen: BPI fordert konkrete Schritte fĂŒr die Pharmastrategie - Bild: presseportal.de

"Die Landesregierungen sind nah dran an den Standorten, sehen, was die Unternehmen in Forschung, Entwicklung und Produktion leisten, was sie fĂŒr die einzelnen Regionen als Arbeitgeber bedeuten. Sie haben den Handlungsbedarf klar erkannt. Nun ist der Bund gefordert, eine praxistaugliche Standortklausel rechtssicher umzusetzen und endlich eine Pharmastrategie vorzulegen, die dauerhaft Planungssicherheit schafft", sagt BPI-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Kai Joachimsen.

Die Standortklausel kann ein wichtiges Signal sein. Sie ist jedoch keine Entlastung im eigentlichen Sinn: Sie kann lediglich verhindern, dass Unternehmen durch einen zusÀtzlichen Herstellerabschlag noch mehr belastet werden als ohnehin schon. Gerade Unternehmen, die hierzulande forschen, entwickeln, produzieren und ArbeitsplÀtze sichern, brauchen verlÀssliche und international wettbewerbsfÀhige Rahmenbedingungen.

Der BPI fordert zudem, patentfreie Arzneimittel grundsÀtzlich vom zusÀtzlichen Herstellerabschlag auszunehmen. Insbesondere kleine und spezialisierte MÀrkte mit niedrigen Absatzmengen, komplexer Herstellung oder eingeschrÀnkter Austauschbarkeit stehen bereits unter erheblichem Preis- und Regulierungsdruck.

"Deutschland braucht eine Pharmastrategie, die Versorgungssicherheit, Innovation und industrielle Wertschöpfung zusammenfĂŒhrt. Die LĂ€nder haben hierfĂŒr wichtige Impulse gesetzt", so Joachimsen.

Pressekontakt:

Hermann Hofmann, Tel. 0176 127909-36, presse@bpi.de

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