Frank-Walter Steinmeier, Amtssitz am Spreebogen

Steinmeier empfÀngt Toqajew mit Ehren im Verteidigungsministerium

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 05:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier muss bei Staatsbesuchen vorerst auf das militĂ€rische Zeremoniell am Amtssitz am Spreebogen verzichten. FĂŒr den Empfang des kasachischen PrĂ€sidenten Qassym-Schomart Toqajew wird das Verteidigungsministerium genutzt.

Steinmeier kann militÀrische Ehren nicht am Amtssitz abhalten
BundesprĂ€sidialamt an der MoltkebrĂŒcke (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier empfĂ€ngt an seinem neuen Amtssitz am Spreebogen bis auf Weiteres keine StaatsgĂ€ste mit militĂ€rischen Ehren. In den kommenden Monaten sollen verschiedene Orte fĂŒr das Zeremoniell wĂ€hrend der Nutzung des vorĂŒbergehenden Amtssitzes erprobt werden.

Empfang fĂŒr Toqajew im Verteidigungsministerium

Steinmeier heißt den kasachischen PrĂ€sidenten Qassym-Schomart Toqajew am Dienstagvormittag auf dem GelĂ€nde des Verteidigungsministeriums mit militĂ€rischen Ehren willkommen. Seine Sprecherin erklĂ€rte, militĂ€rische Ehrungen im Umfeld des Amtssitzes sollten kĂŒnftig stattfinden, wenn PrĂŒfungen und die individuellen Gegebenheiten des jeweiligen Termins dies zuließen.

Sicherheitslage und Baustelle verhindern Zeremoniell

Beim Besuch des PrÀsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, vor knapp drei Wochen war das Zeremoniell in der Villa Borsig ausgerichtet worden. Es war der erste hochrangige Besuch seit dem Umzug in den neuen Amtssitz.

Nach Angaben des PrĂ€sidialamts konnte die Ehrung wegen der GefĂ€hrdungseinstufung des Staatsgastes nicht am Spreebogen stattfinden. Zudem verhinderte eine sichtbare Baustelle auf Höhe des PolizeigebĂ€udes in der Straße Alt-Moabit die Nutzung des vorgesehenen Zeremonienorts; die Arbeiten dĂŒrften noch einige Zeit andauern.

Steinmeier zufrieden mit neuem GebÀude

Steinmeier selbst stört sich nach Angaben seiner Sprecherin nicht an den EinschrÀnkungen. Der BundesprÀsident sei mit den Gegebenheiten des neuen GebÀudes sehr zufrieden.

Der vorĂŒbergehende Amtssitz am Spreebogen ist eine Folge der grundlegenden Sanierung von Schloss Bellevue. Damit verlagern sich nicht nur ArbeitsablĂ€ufe des BundesprĂ€sidenten, sondern auch protokollarische AblĂ€ufe an einen Standort, der fĂŒr große Zeremonien offenbar andere rĂ€umliche und sicherheitsbezogene Voraussetzungen bietet.

MilitÀrische Ehren sind ein sichtbarer Bestandteil offizieller Staatsbesuche. Dazu gehören unter anderem die Aufstellung von Ehrenformationen, musikalische BeitrÀge und ein genau festgelegter Ablauf im öffentlichen Raum. Der Ort muss deshalb zugleich reprÀsentativ, logistisch geeignet und mit den Sicherheitsanforderungen des jeweiligen Gastes vereinbar sein.

Protokoll zwischen Sicherheit und Baustelle

Im Fall des Besuchs des PrĂ€sidenten der Vereinigten Arabischen Emirate kamen nach Angaben des PrĂ€sidialamts zwei Faktoren zusammen: Die GefĂ€hrdungseinstufung des Staatsgastes ließ das Zeremoniell im Umfeld des Amtssitzes nicht zu, zudem behinderte eine Baustelle an der vorgesehenen Stelle die DurchfĂŒhrung. FĂŒr den Empfang des kasachischen PrĂ€sidenten Qassym-Schomart Toqajew wird deshalb das GelĂ€nde des Verteidigungsministeriums genutzt.

Die Suche nach weiteren geeigneten Orten betrifft damit nicht die grundsĂ€tzliche Bedeutung militĂ€rischer Ehren, sondern ihre praktische Umsetzung wĂ€hrend der Übergangszeit. FĂŒr StaatsgĂ€ste und die Öffentlichkeit bleibt entscheidend, dass protokollarische AblĂ€ufe trotz des provisorischen Amtssitzes planbar und sicher organisiert werden können.

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