CDU-Chef Mohring fordert von der Bundes-CDU einen Sonderweg mit der Linken Partei
Veröffentlicht am: 17.01.2020 um 08:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der âRheinischen Postâ sagte ThĂŒringens CDU-Chef Mike Mohring, er erwarte grundsĂ€tzlich eine verstĂ€ndnisvolle Haltung gegenĂŒber der von ihm betriebenen Politik. SelbstverstĂ€ndlich höre er sich jede Wortmeldung an und lese auch alle BeitrĂ€ge. Mike Mohring Ă€uĂert sich damit klar und deutlich vor der zwei Tage dauernden Bundesvorstandsklausur in Hamburg, die am Freitag beginnen wird.
Vor Ort sei zu entscheiden, so Mike Mohring, wie die Abgrenzung zur Linken auszusehen habe. Ramelow sei bereit, mit ihm GesprĂ€che zu fĂŒhren, obwohl Rot-Rot-GrĂŒn das Risiko einer Minderheitsregierung eingehen wolle. 22 Themen seien bisher ins Auge gefasst. Diese betrĂ€fen das Land, dĂŒrften aber nicht als politische Richtungsentscheidungen verstanden werden. Vielmehr gehe es um Fragen der Umwelt, um Verbesserungen fĂŒr Polizisten und Feuerwehr, um Gesundheit und Schulen. All diese Themen seien kommunalpolitisch anzusiedeln. Der CDU-Chef betonte auch, es sei fĂŒr ihn selbstverstĂ€ndlich, sich mit der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer abzustimmen.
Im Hinblick auf den Beschluss der CDU vor der Landtagswahl zur Unvereinbarkeit seiner Partei bezĂŒglich einer Zusammenarbeit mit AFD und Linkspartei, betonte Mohring, damals sei diese Entscheidung richtig gewesen. GrundsĂ€tzlich gelte das auch immer noch. Jedoch hĂ€tten sich die Koordinaten verĂ€ndert. Mohring betonte, in ThĂŒringen gelte eine Sondersituation, die zeitlich begrenzt sei. Die BĂŒrger hĂ€tten eigene Vorstellungen. Sie wollten keine Partei, die grundsĂ€tzlich in Opposition gehe. Die BĂŒrger erwarteten vielmehr eine Partei, die handlungsfĂ€hig sei. Es gelte, einen Stillstand und Neuwahlen zu verhindern. Dies sei jetzt Gebot der Stunde und seine Verantwortung. Mohring wertete es als Gewinn fĂŒr die Demokratie, dass sich Mehrheiten im Parlament fĂ€nden, die themenspezifisch ausgerichtet seien. Er bezeichnete es als wichtiges Thema der CDU fĂŒr die Zukunft, zum Zusammenhalt der Gesellschaft in all ihren Fragen beizutragen. GegenĂŒber der âRheinischen Postâ Ă€uĂerte sich ThĂŒringens CDU-Chef, die Gefahr zu erkennen, wenn ein Land gesprĂ€chsunfĂ€hig werde. Er sieht ein groĂes Risiko darin, dass durch die GesprĂ€chsunfĂ€higkeit einzelner Parteien miteinander die Gesellschaft auseinanderfallen könne. Mohring bezeichnete das als gravierende Herausforderung und Hauptproblem der 20er Jahre. Dieses Problem gelte es ohne EinschrĂ€nkung zu lösen, statt auf Konfrontation zu gehen.
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