Warken verteidigt geplantes Sparpaket
28.04.2026 - 22:42:44 | dpa.de
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat die noch mit einigen Ănderungen geplanten Milliarden-Einsparungen zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen verteidigt. «Wir meinen, ein sehr ausgewogenes Paket vorgelegt zu haben», sagte die CDU-Politikerin im «heute journal» des ZDF. An den vorgesehenen Einsparungen sollten sich mit Klinken, Ărzten, Pharmabranche und auch den Versicherten alle beteiligen.Â
«Wir haben ein Milliardenloch in der gesetzlichen Krankenversicherung, und wenn wir das jetzt nicht schlieĂen und wenn wir nichts gegen die steigenden BeitrĂ€ge tun, dann haben alle höhere Belastungen», sagte Warken. Sie hob hervor, dass auch eine stĂ€rkere Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten von BĂŒrgergeldbeziehern aus dem Haushalt kommen solle. «NatĂŒrlich wĂ€re mehr wĂŒnschenswert gewesen, aber wir haben jetzt einen Einstieg gefunden.»Â
Sparbeitrag fĂŒr den BundeshaushaltÂ
Zu andererseits geplanten KĂŒrzungen des regulĂ€ren Bundeszuschusses sagte Warken, dies sei ein Sparbeitrag, den alle Ministerien zur Stabilisierung des Haushalts bringen mĂŒssten. «GewĂŒnscht hĂ€tten wir uns alle sicherlich eine bessere Situation und mehr SpielrĂ€ume.» Aber ihr sei es auch wichtig, einen stabilen Haushalt zu haben, um auch da die BĂŒrger nicht weiter zu belasten.
Der Gesetzentwurf, an dem noch an kleineren Punkten gearbeitet werden sollte, soll an diesem Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Sie sei sehr zuversichtlich, rechtzeitig fertig zu sein und dann auch einen Kabinettsbeschluss zu dem Entwurf zu bekommen, sagte Warken.
Kleineres Sparziel fĂŒr nĂ€chstes Jahr
Angepeilt wird ein Einsparvolumen fĂŒr 2027 von 16,3 Milliarden Euro. Das ist weiter mehr als das erwartete Defizit bei den Kassen von 15,3 Milliarden Euro. ZunĂ€chst hatte Warken Einsparungen von 19,6 Milliarden Euro vorgesehen.
FĂŒr die Gesundheitskosten von BĂŒrgergeldbeziehern, die generell gesetzlich versichert sind, soll es mehr Steuermittel aus dem Haushalt geben â zunĂ€chst 250 Millionen Euro fĂŒr 2027, die in den Folgejahren aufwachsen. Zugleich soll laut Entwurf aber der regulĂ€re Bundeszuschuss an die Kassen von jĂ€hrlich 14,5 Milliarden Euro gekĂŒrzt werden â von 2027 bis 2030 auf je 12,5 Milliarden Euro.
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