Lemke, Merz

Lemke kritisiert Merz fĂŒr Attacke auf UmweltverbĂ€nde

24.08.2024 - 10:57:11 | dts-nachrichtenagentur.de

Umweltministerin Steffi Lemke (GrĂŒne) hat eine Wahlkampfforderung von CDU-Chef Friedrich Merz zurĂŒckgewiesen, das Klagerecht von UmweltverbĂ€nden einzuschrĂ€nken.

Steffi Lemke (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Eine lebendige Zivilgesellschaft ist existenziell fĂŒr unsere Demokratie", sagte die GrĂŒnenpolitikerin dem "Tagesspiegel". VerbĂ€nde leisteten einen wichtigen Beitrag zum demokratischen Diskurs, ob es nun WirtschaftsverbĂ€nde seien oder UmweltverbĂ€nde, die sich fĂŒr eine intakte Natur einsetzten. "Starke Klagerechte mögen Friedrich Merz nerven", so Lemke, "aber sie sind in einem Rechtsstaat ein geschĂŒtztes und wertvolles Gut". Auf einer Wahlkampfveranstaltung in ThĂŒringen hatte der CDU-Chef zuvor gesagt: "Wir mĂŒssen all die VerbĂ€nde, die nur verhindern wollen, zurĂŒckdrĂ€ngen, damit Prozesse und Verfahren schneller werden."

Mit Blick auf die Deutsche Umwelthilfe und andere UmweltverbĂ€nde, die zuletzt mehrfach mit Klagen fĂŒr Gericht erfolgreich waren, sagte Merz: "Das sind keine UmweltverbĂ€nde, es sind Wirtschaftsunternehmen." Das Problem sei nicht, "dass sie durch Klagen alles aufhalten, sondern dass wir es zulassen". Kritik an Merz` Äußerungen kam auch vom BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha MĂŒller-Kraenner. "Wir sind zum GlĂŒck nicht in Russland oder einem anderen autoritĂ€ren Regime, in dem der Staat UmweltverbĂ€nde `zurĂŒckdrĂ€ngt`", sagte MĂŒller-Kraenner. Merz solle diese unbedachte Äußerung schnellstmöglich revidieren.

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