Deutschland, Russland

Verdacht auf AnschlagsplÀne nach Waffenfund in Berlin

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 14:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Eine Medienrecherche legt Ermittlungen zu einem Waffenfund nahe Berlin im vergangenen Jahr offen. Innenminister Dobrindt erklĂ€rt jetzt, dass die Waffen wohl fĂŒr AnschlĂ€ge geplant waren.

Die Waffen wurden in der NĂ€he von Berlin gefunden. (Archivbild) - Bild: Robert Michael/dpa
Die Waffen wurden in der NĂ€he von Berlin gefunden. (Archivbild) - Bild: Robert Michael/dpa

Im Zusammenhang mit dem Waffenfund in der NĂ€he von Berlin im vergangenen Jahr ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen einen TatverdĂ€chtigen. Es bestehe der Verdacht geheimdienstlicher AgententĂ€tigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat, erklĂ€rte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in einer Pressekonferenz in Berlin. Zuvor hatten NDR, WDR und «SĂŒddeutscher Zeitung» ĂŒber die Ermittlungen und den Waffenfund berichtet. 

Der VerdĂ€chtige befindet sich laut Dobrindt derzeit in RumĂ€nien in Haft. Die Ermittlungen laufen demnach weiter. «Dieser Fall zeigt, dass wir von einer hohen GefĂ€hrdungslage ausgehen», sagte der CSU-Politiker. Er zeige auch, «dass wir wachsam sind gegenĂŒber den hybriden Bedrohungen».

Waffen sollten fĂŒr AnschlĂ€ge genutzt werden

Im vergangenen Oktober habe der Verfassungsschutz Kenntnis von einem möglichen Waffenversteck im Wald am Rande von Berlin erlangt, erklĂ€rte Dobrindt. Gemeinsam mit der Polizei habe man das Versteck ausfindig gemacht und dort zwei Handfeuerwaffen sowie Munition gefunden. Waffen und Munition seien funktionsunfĂ€hig gemacht oder ausgetauscht worden und das Versteck sei ĂŒberwacht worden, um mögliche Abnehmer zu identifizieren, sagte Dobrindt weiter. «Diese Überwachung hat kein Ergebnis gebracht».

Die deutschen Sicherheitsbehörden vermuten, dass die gefundene Waffen samt Munition fĂŒr AnschlĂ€ge genutzt werden sollten. Es gebe auch Hinweise auf AnschlagsplĂ€ne in RumĂ€nien, wo ein VerdĂ€chtiger festgenommen worden sei, sagte Dobrindt. Ob es nur um AnschlagsplĂ€ne in RumĂ€nien oder auch andernorts - also gegebenenfalls auch Deutschland - geht, sagte Dobrindt nicht. Ermittlungen liefen gemeinsam mit rumĂ€nischen Behörden. 

Der Festgenommene wird laut Dobrindt als «Low-Level-Agent» betrachtet. Diese als auch «Wegwerf-Agenten» bezeichneten Akteure sind keine professionellen Spione, sondern Handlanger fremder Nachrichtendienste.

Disclaimer...

de | politik | 69981129 |