Deutschland, Russland

Versteck im Auftrag Russlands? Ermittlungen nach Waffenfund

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 11:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem Fund zweier Pistolen bei Berlin gehen Ermittler Hinweisen auf mögliche Verbindungen zu russischen Geheimdiensten nach. Was eine Medienrecherche jetzt aufgedeckt hat.

Die Waffen wurden in der NĂ€he von Berlin gefunden. (Archivbild) - Bild: Robert Michael/dpa
Die Waffen wurden in der NĂ€he von Berlin gefunden. (Archivbild) - Bild: Robert Michael/dpa

Deutsche Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr ein Versteck mit zwei Pistolen in der NĂ€he von Berlin entdeckt. Das berichten NDR, WDR und «SĂŒddeutsche Zeitung» (SZ) unter Verweis auf eigene Recherchen. Demnach gibt es Hinweise darauf, dass die Waffen im Auftrag russischer Geheimdienste hinterlegt wurden - möglicherweise um fĂŒr von Moskau geplante «kinetische Operationen» wie AnschlĂ€ge genutzt zu werden. 

Den Medienberichten zufolge ermittelt inzwischen der Generalbundesanwalt in dem Fall. Die Karlsruher Behörde wollte sich auf Anfrage nicht dazu Ă€ußern. Ein TatverdĂ€chtiger soll im Herbst in RumĂ€nien festgenommen worden sein. Der Mann könnte laut NDR, WDR und SZ das Waffenversteck im brandenburgischen Grenzgebiet zur Bundeshauptstadt angelegt haben. 

Beamte hĂ€tten die zwei dort gefundenen Pistolen zunĂ€chst funktionsunfĂ€hig gemacht, das Versteck aber intakt gelassen. Die Stelle wurde demnach ĂŒberwacht - allerdings ohne Erfolg. Die TĂ€ter hatten womöglich von der Entdeckung der Waffen mitbekommen und mieden daraufhin den Fundort. 

Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz Ă€ußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht. Zu Angelegenheiten, die etwaige konkrete nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder TĂ€tigkeiten betrĂ€fen, nehme man grundsĂ€tzlich nicht öffentlich Stellung. «Damit ist keine Aussage darĂŒber getroffen, ob der Sachverhalt zutreffend ist oder nicht.»

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