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VW-Chef Blume stellt sich einer verunsicherten Belegschaft

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 14:43 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Krise bei VW lÀsst auch viele BeschÀftigte bei Zulieferern um ihre Jobs bangen. In Zwickau demonstrieren sie vereint am Werkstor. Doch bringt VW-Chef Oliver Blume die erhoffte Klarheit?

  • BeschĂ€ftigte von Volkswagen und seinen Zulieferern machen am Werkstor in Zwickau ihrer Sorge um die Zukunft des Standortes Luft.  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    BeschÀftigte von Volkswagen und seinen Zulieferern machen am Werkstor in Zwickau ihrer Sorge um die Zukunft des Standortes Luft. - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
  • Vor der Betriebsversammlung von VW in Zwickau demonstrieren BeschĂ€ftigte am Werkstor.  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Vor der Betriebsversammlung von VW in Zwickau demonstrieren BeschÀftigte am Werkstor. - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
BeschÀftigte von Volkswagen und seinen Zulieferern machen am Werkstor in Zwickau ihrer Sorge um die Zukunft des Standortes Luft.  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa Vor der Betriebsversammlung von VW in Zwickau demonstrieren BeschÀftigte am Werkstor.  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Gemeinsam mit BeschĂ€ftigten von Zulieferern haben Dutzende Mitarbeiter von Volkswagen in Zwickau fĂŒr eine Zukunft des Standortes demonstriert. Anlass ist der Besuch von VW-Chef Oliver Blume. 

«Mama- Hast du in 5 Jahren noch Arbeit?» hieß es auf einem der Plakate, «Vereint fĂŒr unsere Zukunft kĂ€mpfen» auf einem anderen. In der Belegschaft sei die Verunsicherung groß, sagte Betriebsratschef Mario Albert. Bei der Betriebsversammlung wolle er Blume an die Einhaltung der geltenden VertrĂ€ge erinnern. 

Hintergrund ist, dass der Konzern seinen aktuellen Sparkurs verschĂ€rfen und ĂŒber die geplanten 50.000 Stellen in Deutschland hinaus weitere Jobs streichen will. Dabei sind auch Werksschließungen in Emden, Zwickau und Hannover sowie bei der Tochter Audi in Neckarsulm im GesprĂ€ch. FĂŒr die vier Werke gebe es derzeit noch keine «wettbewerbsfĂ€hige Belegung» fĂŒr die 2030er Jahre, hatte Blume erklĂ€rt. «Unser Ziel ist es, in den nĂ€chsten 6 bis 12 Monaten belastbare Perspektiven fĂŒr alle Standorte zu schaffen.»

Betriebsratschef: Bisherige Sparziele am Standort erreicht

«Wir waren das einzige deutsche Werk 2025, das die Fabrikkostenziele erreicht hat», sagte Albert. «Und das werden wir auch 2026.» Die Menschen vor Ort brÀuchten eine Perspektive, mahnte er.

Die Auto-Fabrik in Zwickau ist bei Volkswagen Pionier der ElektromobilitĂ€t. Seit 2020 werden dort ausschließlich Elektro-Fahrzeuge gebaut. Doch nachdem auch andere Standorte in diesen Sektor eingestiegen sind, ist die Auslastung in Zwickau gesunken - verbunden mit einem Abbau an Personal. So wird nur noch in zwei statt drei Schichten produziert. NĂ€chstes Jahr soll eine der beiden Fertigungslinien komplett stillgelegt werden. Arbeiteten in dem Fahrzeugwerk zu Hochzeiten rund 11.000 BeschĂ€ftigte, sind es aktuell noch etwa 8.000. 

Mit dem Motorenwerk in Chemnitz und der GlÀsernen Manufaktur in Dresden hat Volkswagen zwei weitere Standorte in Sachsen. In Dresden werden bereits keine Fahrzeuge mehr produziert. 

An der Autoproduktion hĂ€ngen viele weitere Jobs bei Zulieferern. Das machte Marcel Kuczyk, Vize-Betriebsratsvorsitzender von Schnellecke Logistics in Glauchau, deutlich. Er war mit mehreren Kollegen ebenfalls ans Werkstor von VW gekommen, um sich fĂŒr dessen Erhalt starkzumachen.

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