Bayern, Deutschland

München entscheidet über Olympia - viele Briefwähler

Veröffentlicht: 26.10.2025 um 10:38 Uhr, dpa.de

Wieder Olympische Spiele in Bayerns Landeshauptstadt? Ob dieses Ziel weiterverfolgt werden soll, dürfen die Münchnerinnen und Münchner entscheiden.

Dieses Mal haben sich viele Menschen per Briefwahl entschieden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa
Dieses Mal haben sich viele Menschen per Briefwahl entschieden. (Archivbild) - Bild: Sven Hoppe/dpa

Mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten zur möglichen Olympia-Bewerbung Münchens haben ihre Entscheidung per Briefwahl getroffen. Das sagte eine Sprecherin des Kreisverwaltungsreferats gut zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale. Erstmals seien die Briefwahlunterlagen unaufgefordert zugesandt worden. «Es ist dann sehr einfach, wenn man die Unterlagen schon zu Hause hat.» Die Wahlbeteiligung in den Wahllokalen lag um 12.30 Uhr laut Stadt noch bei lediglich 1,9 Prozent.

Auf den Stimmzetteln steht eine Frage mit zwei Antwortmöglichkeiten: «Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt München um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewirbt, die entweder im Jahr 2036, 2040 oder 2044 stattfinden?» Mögliche Antworten sind «Ja» oder «Nein».

Bestimmtes Quorum muss erreicht werden

Beim Bürgerentscheid zählt am Ende, ob Befürworter oder Gegner eine Mehrheit erringen konnten - aber nur, wenn mindestens zehn Prozent aller stimmberechtigten Münchner mit der jeweiligen Antwort abgestimmt haben. Sollte dieses Quorum nicht erreicht werden, muss sich der Stadtrat nicht an das Ergebnis des Entscheids halten. Eine hohe Wahlbeteiligung dürfte also im Sinne aller sein, die für ihre Position für oder gegen eine Olympia-Bewerbung werben.

Sollte es exakt gleich viele Ja- und Nein-Stimmen geben, gilt die Frage als mit Nein beantwortet - eine Bewerbung wäre damit vorerst vom Tisch.

Mehrere Regionen interessiert

München will sich - ebenso wie Berlin, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr - für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Die Stadt, der Freistaat sowie etliche Athletinnen und Athleten erhoffen sich dadurch einen großen Schub für den Sportstandort Bayern und Deutschland. Kritiker meinen dagegen unter anderem, dass die Großveranstaltung viel zu viel Steuergeld kostet, das an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt sei.

Nur wenn eine Mehrheit bei der Bürgerbefragung mit Ja votiert, dann wird sich München weiter darum bemühen, ein deutscher Kandidat zu werden. Die Abstimmungslokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet. Etwa 1,1 Millionen Menschen unter Münchens gut 1,6 Millionen Einwohnern sind stimmberechtigt.

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