Deutschland, Finanzen

Bund der Steuerzahler rügt Verschwendung von Geldern

30.09.2025 - 11:00:07 | dpa.de

Wo werden aus Sicht des Steuerzahlerbundes öffentliche Gelder verschwendet? Jedes Jahr sammelt der Verein dazu Beispiele in seinem Schwarzbuch. Was dieses Jahr mit dabei ist.

Der Bund der Steuerzahler sammelt in seinem Schwarzbuch Beispiele für die Verschwendung öffentlicher Gelder. (Symbolbild) - Foto: Ralf Hirschberger/zb/dpa

Der Bund der Steuerzahler hat in seinem Schwarzbuch die Geldverschwendung deutscher Behörden angeprangert. Unter den insgesamt 100 Fällen, in denen der Verein im neuen Schwarzbuch 2025/26 einen «teils sorglosen Umgang» von Behörden mit Steuermitteln sieht, sind auch lokale und regionale Ausgaben. So gehören unter anderem teure Werbekampagnen, stillgelegte Anlagen und umständliche oder ungenutzte Fahrradinfrastruktur zu den diesjährigen Beispielen.

Auch Ausgaben auf Bundesebene in der Kritik

Ein kleineres Parlament, aber immer noch hohe Kosten: Nicht zum ersten Mal hat der Lobbyverband auch den Bundestag in das Schwarzbuch aufgenommen. Er fordert, das Parlament um weitere mehr als hundert Abgeordnete auf 500 Mitglieder zu schrumpfen. Daneben sorgten vor allem die Kosten für Gebäude und Büros weiter für hohe Ausgaben, moniert der Steuerzahlerbund.

Eine «der größten Subventionsruinen zwischen Nord- und Ostsee» droht aus Sicht des Lobbyverbands bei der im Bau befindlichen Batteriefabrik für Elektroautos in Schleswig-Holstein. Der schwedische Hersteller Northvolt, der für den geplanten Fabrikbau rund 600 Millionen Euro von der staatlichen Förderbank KfW erhalten hat, ist mittlerweile insolvent. Bei der staatlichen Förderung droht deshalb ein Millionenverlust für den Steuerzahler.

Die «teuren Schatten» von Projekten

Die Auflistung «Die öffentliche Verschwendung 2025/26» ist die 53. Ausgabe des Schwarzbuches. Ein Schwerpunkt-Kapitel beschäftigt sich diesmal mit den «teuren Schatten» von Investitionen. Folgekosten von Betrieb, Instandhaltung und Verwaltung der Projekte könnten zur «Haushaltsfalle» werden, wenn sie vorher nicht finanziell abgesichert worden seien, schreibt der Lobbyverband.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68235437 |

Weitere Meldungen

Bundesregierung will Entlastungsprämie ausweiten Ursprünglich sollte sie nur für dieses Jahr gelten - nun will die Bundesregierung Arbeitgebern Zeit bis Ende Juni 2027 geben, um ihren Mitarbeitern 1.000 Euro Krisenprämie zu zahlen. (Wirtschaft, 20.04.2026 - 19:58) weiterlesen...

Merz: Gesetzliche Rente wird nur noch Basisabsicherung sein. Große Reformen sollen kommen, mit Folgen für viele Menschen. Bundeskanzler Merz ist Anfang Mai ein Jahr im Amt - und übt Selbstkritik. (Politik, 20.04.2026 - 19:27) weiterlesen...

Im Proteststurm: Wo Streitpunkte in Warkens Sparpaket sind. Die Abwehrkämpfe der Branche laufen direkt an. Auch in der Regierung gibt es Änderungswünsche, der Zeitplan ist eng. Die Gesundheitsausgaben sollen herunter, um neue Beitragssprünge zu vermeiden. (Politik, 20.04.2026 - 13:25) weiterlesen...

Noch Änderungen an Gesundheitsreform möglich. Ihr Entwurf scheint aber noch nicht in Stein gemeißelt. Gesundheitsministerin Warken drückt beim Gesundheits-Sparpaket aufs Tempo. (Politik, 19.04.2026 - 23:24) weiterlesen...

Kritik an Plänen für Gesundheitsreform - SPD sieht Unwuchten. Dass es daran viel Kritik geben würde, war absehbar. Manche setzen nun auf die Beratungen im Bundestag. Gesundheitsministerin Warken hat Reformpläne für die gesetzliche Krankenversicherung vorgelegt. (Politik, 19.04.2026 - 11:02) weiterlesen...

Deutsche Bank meldet Verstöße gegen Russland-Sanktionen. Nun hat Deutschlands größte Bank Versäumnisse eingeräumt. Wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine gelten strenge Russland-Sanktionen, auch Banken müssen bei ihren Kunden genau hinsehen. (Wirtschaft, 17.04.2026 - 14:05) weiterlesen...