Zuckersteuer: Koalition legt Streit vor Kabinettsbeschluss bei
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 20:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Kabinettsbeschluss am Mittwoch geplant
- Das Bundesfinanzministerium meldete am Dienstagabend eine Einigung der Bundesregierung.
- Die Formulierungshilfe soll den Regierungsfraktionen die Umsetzung der vereinbarten ZuckergetrÀnkesteuer ermöglichen.
- Das Bundeskabinett soll den Text am Mittwoch beschlieĂen.
Die schwarz-rote Koalition hat ihren Streit ĂŒber die EinfĂŒhrung einer Zuckersteuer beigelegt.
Finanzministerium meldet Einigung
Aus dem Bundesfinanzministerium hieĂ es am Dienstagabend, die Bundesregierung habe sich auf eine Formulierungshilfe fĂŒr die Regierungsfraktionen geeinigt.
Damit soll die im Koalitionsvorhaben vereinbarte ZuckergetrĂ€nkesteuer umgesetzt werden. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland ĂŒber die Einigung berichtet.
NĂ€chster Schritt im Kabinett
Die Formulierungshilfe soll am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen werden. AnschlieĂend liegt die weitere Beratung bei den Regierungsfraktionen und dem parlamentarischen Verfahren.
Politischer Kompromiss mit offenem Gesetzgebungsverfahren
Die Einigung beendet zunĂ€chst den koalitionsinternen Streit ĂŒber die geplante ZuckergetrĂ€nkesteuer. Sie bedeutet jedoch noch nicht, dass die Abgabe bereits gilt. ZunĂ€chst soll das Kabinett die Formulierungshilfe beschlieĂen; anschlieĂend mĂŒssen die Regierungsfraktionen das Vorhaben parlamentarisch beraten.
Der Konflikt hatte sich zuletzt vor allem an der politischen Ausrichtung entzĂŒndet. BefĂŒrworter verbinden die Steuer mit dem Ziel, Hersteller zu einer Verringerung des Zuckergehalts in GetrĂ€nken zu bewegen. Kritiker aus der Union argumentieren dagegen mit zusĂ€tzlichen Belastungen fĂŒr Verbraucher, staatlicher Lenkung und möglichen Folgen fĂŒr Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft.
Bedeutung fĂŒr Verbraucher
FĂŒr Verbraucher könnte die konkrete Ausgestaltung entscheidend sein: Sie bestimmt, welche GetrĂ€nke erfasst werden, ob Hersteller die Abgabe ĂŒber Preise weitergeben und wann neue Regeln greifen. Bis zu einem Kabinettsbeschluss und dem weiteren Gesetzgebungsverfahren bleiben diese Details offen.
Politisch zeigt die Einigung, dass Schwarz-Rot ein umstrittenes Vorhaben trotz Widerstands in den eigenen Reihen weiterverfolgen will. Der nĂ€chste belastbare Schritt ist die fĂŒr morgen angekĂŒndigte Kabinettsentscheidung. Danach dĂŒrfte sich zeigen, ob der Kompromiss auch in Bundestag und Bundesrat trĂ€gt.
