Gedenkfeiern, Kriegsende

Gedenkfeiern zum Kriegsende - Prorussische Rocker in Berlin

09.05.2024 - 14:58:47 | dpa.de

Zum Gedenken an den Sieg ĂŒber Nazideutschland kommen zahlreiche Menschen zu den Sowjetischen EhrenmĂ€lern, viele auch in militĂ€rischen Uniformen. Auch die nationalistische Rockergruppe «Nachtwölfe» erschienen.

Der russische Botschafter, Sergei Jurjewitsch Netschajew (M), steht am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park vor GedenkkrÀnzen. - Foto: Christoph Soeder/dpa

Hunderte Menschen haben in Berlin an den Sowjetischen EhrenmÀlern in Tiergarten und Treptower Park an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 79 Jahren erinnert. Beide Orte besuchte auch der russische Botschafter Sergei Jurjewitsch Netschajew.

Im Treptower Park begrĂŒĂŸte er bei der Gedenkveranstaltung russisch-orthodoxe Geistliche. Die Polizei kontrollierte an den EingĂ€ngen des Parks die Besucherinnen und Besucher auf verbotene Symbole und GegenstĂ€nde.

Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland und der Zweite Weltkrieg endete in Europa. In Russland wird der Gedenktag am 9. Mai als Tag des Sieges ĂŒber Nazideutschland gefeiert. Üblicherweise legen auch Vertreter der russischen Botschaft in Berlin am 9. Mai KrĂ€nze an Gedenkorten nieder.

Vereinzelte ZwischenfÀlle

Rund um die GedenkstĂ€tte im Tiergarten sei es zu vereinzelten ZwischenfĂ€llen gekommen, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Einige Personen seien abgefĂŒhrt worden, um die Personalien aufzunehmen. Polizisten und Polizistinnen seien beleidigt worden. Manche Teilnehmer hĂ€tten Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen gezeigt. Worum es sich dabei genau gehandelt haben soll, wurde zunĂ€chst nicht bekannt. Ein Einsatzfazit will die Polizei am Freitag ziehen. Die meisten Besucherinnen und Besucher verhielten sich indes friedlich. Sie legten KrĂ€nze und Blumen nieder, viele kamen in militĂ€rischen Uniformen.

Auch die sowjetisch-nationalistischen Rockergruppe «Nachtwölfe» machte Station in Berlin und besuchte die beiden GedenkstÀtten in Tiergarten und im Treptower Park. Besondere Vorkommnisse habe es dabei nicht gegeben, sagte die Polizeisprecherin.

Die Gruppe besucht seit Jahren verschiedene Gedenkorte anlĂ€sslich des Gedenktages. Die antiwestlichen «Nachtwölfe» gelten als UnterstĂŒtzer des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin und der prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Am Mittwoch hatten Mitglieder des Motorradclubs Potsdam besucht. Schon in den vergangenen Jahren waren sie ĂŒber die Slowakei, Österreich, Tschechien, Sachsen und Brandenburg nach Berlin gefahren.

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