Bayern, Deutschland

Terrorverdacht in Bayern: Was wir wissen - und was nicht

14.12.2025 - 06:02:57 | dpa.de

ZunĂ€chst war vieles unklar, nun wird immer mehr ĂŒber die mutmaßlichen PlĂ€ne fĂŒr einen Anschlag in Niederbayern bekannt. An einer Stelle widersprechen sich Generalstaatsanwaltschaft und Innenminister.

  • Die Ermittler haben in dem Fall noch einige Fragen zu klĂ€ren. (Symbolbild) - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Die Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen ermittelt. - Foto: Felix Hörhager/dpa
  • Laut Innenminister Herrmann stand wohl kein Anschlag unmittelbar bevor. - Foto: Daniel Löb/dpa
Die Ermittler haben in dem Fall noch einige Fragen zu klĂ€ren. (Symbolbild) - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Die Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen ermittelt. - Foto: Felix Hörhager/dpa Laut Innenminister Herrmann stand wohl kein Anschlag unmittelbar bevor. - Foto: Daniel Löb/dpa

Wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern sind fĂŒnf MĂ€nner festgenommen worden. Einige Fragen zu dem Fall sind noch offen.

Was wir wissen:

  • Bei den Festgenommenen handelt es sich laut der Generalstaatsanwaltschaft MĂŒnchen um einen 56-jĂ€hrigen Ägypter, einen 37-jĂ€hrigen Syrer und drei Marokkaner im Alter von 22, 28 und 30 Jahren.
  • Der Ägypter, ein islamischer Prediger, soll laut derzeitigem Ermittlungsstand in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau zu einem Anschlag aufgerufen haben. Das von ihm ausgegebene Ziel war es laut Generalstaatsanwaltschaft, «möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen».
  • Die drei Marokkaner sollen sich bereit erklĂ€rt haben, den Anschlag auszufĂŒhren. Ihnen wird vorgeworfen, sich zum Mord bereiterklĂ€rt zu haben. Der Syrer soll die MĂ€nner in ihrem Entschluss bestĂ€rkt haben.
  • Der Ägypter lebt nach dpa-Informationen bereits seit rund drei Jahrzehnten in Deutschland und verfĂŒgt ĂŒber eine Niederlassungserlaubnis. Die drei Marokkaner sollen erst in den vergangenen Monaten als FachkrĂ€fte eingereist sein. Der Syrer soll einen Asylantrag gestellt und etwa vor zwei Jahren subsidiĂ€ren Schutz erhalten haben. Dieser Schutzstatus ist als vorĂŒbergehende Lösung gedacht und dient dem Schutz vor akuten Gefahren im Herkunftsland.
  • Die Festnahme erfolgte am Freitag. Am Samstag wurden die MĂ€nner dem Haftrichter vorgefĂŒhrt. Gegen vier von ihnen ergingen Haftbefehle - einer wurde in PrĂ€ventivgewahrsam genommen.
  • Die Generalstaatsanwaltschaft geht von einer islamistischen Tatmotivation der VerdĂ€chtigen aus. Der Anschlag sollte demnach mit einem - nicht nĂ€her spezifizierten - Fahrzeug verĂŒbt werden.
  • Geleitet wurde der Einsatz von der fĂŒr BekĂ€mpfung von Extremismus und Terrorismus zustĂ€ndigen Zentralstelle der Generalstaatsanwaltschaft. Auch das Landesamt fĂŒr Verfassungsschutz war beteiligt.
  • Einen konkreten Weihnachtsmarkt oder einen konkreten Tag hatten die VerdĂ€chtigen nach aktuellem Ermittlungsstand noch nicht ausgesucht. Das sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die Gefahr sei «bereits in einem sehr frĂŒhen Stadium unterbunden» worden. Nach derzeitigem Stand gehe er nicht davon aus, dass der Anschlag unmittelbar bevorgestanden habe.
  • Die WeihnachtsmĂ€rkte im Landkreis Dingolfing-Landau laufen weiter. Das sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) laut Mediengruppe Bayern. Die PolizeiprĂ€sidien Niederbayern sowie MĂŒnchen und NĂŒrnberg, wo es große WeihnachtsmĂ€rkte gibt, halten es nicht fĂŒr notwendig, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschĂ€rfen. Ein möglicher Anschlag mit einem Fahrzeug sei in den Konzepten bereits berĂŒcksichtigt.

Was wir nicht wissen:

  • Wo genau die VerdĂ€chtigen gefasst wurden, ist bislang nicht bekannt. Innenminister Herrmann sprach am Sonntag von Niederbayern. Die Mediengruppe Bayern berichtete, der Zugriff sei «im Bereich des GrenzĂŒbergangs Suben» erfolgt, also im Grenzgebiet zu Österreich. Die Generalstaatsanwaltschaft bestĂ€tigte dies nicht.
  • Zu den genauen HintergrĂŒnden wird ermittelt. Es gelte die Unschuldsvermutung, betonte die Generalstaatsanwaltschaft.
  • Unklar ist, wie die Behörden auf die MĂ€nner aufmerksam wurden. Die Generalstaatsanwaltschaft sagte dazu lediglich, dass es keine Hinweise von auslĂ€ndischen Nachrichtendiensten gegeben habe.

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