KriminalitÀt

HZA-BS: Zoll entdeckt 14 Dackelwelpen und zwei tragende Muttertiere in PKW

04.05.2026 - 08:00:05 | presseportal.de

Braunschweig - Eine verdachtsunabhĂ€ngige Kontrolle der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Braunschweig fĂŒhrte am vergangenen Mittwoch zu einem bedeutenden Erfolg. Die Kontrollbeamten entschieden sich, einen Ă€lteren VW Sharan mit rumĂ€nischen Kennzeichen zu kontrollieren. RoutinemĂ€ĂŸig wurde das Fahrzeug mittels Anhaltesignal von der BAB 2 auf den Autohof in Peine geleitet. Am Steuer befand sich ein ungarischer Staatsangehöriger, der angab, von Ungarn nach DĂ€nemark unterwegs zu sein. Einen konkreten Reisegrund nannte er jedoch nicht. Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle stellten die Beamten zunĂ€chst fest, dass sich im Kofferraum zwei Hundeboxen mit insgesamt zwei Dackeln sowie einem Jungtier befanden. Auf der RĂŒckbank lagen zudem weitere GepĂ€ckstĂŒcke. Im weiteren Verlauf der Kontrolle entdeckten die Beamten unter dem GepĂ€ck zwischen RĂŒckbank und Beifahrersitz eine Taubentransportbox, in der sich weitere 13 Dackelwelpen befanden. Auf Nachfrage konnte der Fahrer keine Dokumente fĂŒr die etwa sechs Wochen alten Tiere vorlegen. Keiner der Hunde erfĂŒllte die gesetzlich vorgeschriebenen tierseuchenrechtlichen Bestimmungen. Sie waren weder mittels Transponder gekennzeichnet noch gĂŒltig gegen Tollwut geimpft und verfĂŒgten zudem ĂŒber keine erforderlichen amtlichen Gesundheitsbescheinigungen. Daraufhin wurde durch den Zoll das VeterinĂ€ramt des zustĂ€ndigen Landkreises Peine hinzugezogen. Die zustĂ€ndige AmtstierĂ€rztin fasste den Fund wie folgt zusammen: "Die Welpen waren in der Box unter widrigsten Bedingungen zusammengestopft. Unter den GepĂ€ckstĂŒcken war die Luftzirkulation unzureichend. Als wir eintrafen, machten wir uns Sorgen um ihren Zustand. Die Tiere waren bereits deutlich geschwĂ€cht und waren dehydriert. Nach der Aufnahme im Tierheim, der Versorgung mit Wasser, Futter und ersten Auslaufmöglichkeiten zeigten sie sich erfreulicherweise wieder deutlich lebendiger." Der Fahrer gab an, den Transport fĂŒr Familienangehörige und Freunde durchzufĂŒhren. Aufgrund der Anzahl der Tiere ist jedoch von einem gewerblichen Tiertransport auszugehen, fĂŒr den ein entsprechender BefĂ€higungsnachweis des Fahrers erforderlich gewesen wĂ€re. Zudem benötigen gewerblich genutzte Fahrzeuge, in denen Tiere transportiert werden, eine spezielle Zulassung. Dazu zĂ€hlen unter anderem geeignete BelĂŒftungssysteme, die Möglichkeit zur Wasserversorgung sowie ausreichend große Transportboxen. Einige Welpen wiesen eine seltene Scheckung auf. "FĂŒr diese besondere Fellfarbe, die durch einen Gendefekt bedingt ist , werden von den HĂ€ndlern deutlich höhere Preise verlangt.", ergĂ€nzt die AmtstierĂ€rztin zum gewerblichen Charakter der Überbringungsfahrt. Bei der anschließenden Untersuchung der Tiere wurde festgestellt, dass die beiden ausgewachsenen HĂŒndinnen hochtragend sind und in den kommenden Tagen jeweils weiteren Nachwuchs erwarten. Somit können sie nicht die Muttertiere der aufgefundenen Welpen sein, entgegen den zunĂ€chst gemachten Angaben des Fahrers gegenĂŒber den Zollbeamten. Der Verbleib der Muttertiere der Welpen ist unklar. Auch dies stellt einen Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung dar. GemĂ€ĂŸ § 2 Abs. 4 dieser Verordnung mĂŒssen Welpen bis zu einem Alter von mindestens acht Wochen beim Muttertier verbleiben. Den Fahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren durch den Landkreis Peine wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen tierseuchen- und tierschutzrechtliche Bestimmungen. DarĂŒber hinaus hat er die Kosten fĂŒr die Unterbringung der Tiere in QuarantĂ€ne zu tragen. Vor Ort musste er hierfĂŒr bereits eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro erbringen.

HZA-BS: Zoll entdeckt 14 Dackelwelpen und zwei tragende Muttertiere in PKW - Foto: presseportal.de
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Hauptzollamt Braunschweig
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Telefon: 0531/1291-1017
E-Mail: Presse.HZA-Braunschweig@zoll.bund.de
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