FW Dresden: Kohlenmonoxidvergiftung nach Grillen in InnenrĂ€umen - fĂŒnf Personen betroffen
13.04.2026 - 08:03:02 | presseportal.de
Wo: Senftenberger StraĂe, Prohlis
Feuerwehr und Rettungsdienst wurden zu einer vermuteten Kohlenmonoxidvergiftung in die Senftenberger StraĂe im Stadtteil Prohlis alarmiert. Bereits auf der Anfahrt erhielten die EinsatzkrĂ€fte durch die Integrierte Regionalleitstelle den Hinweis, dass mehrere Stunden nach einem Familiengrillen in einer Wohnung gesundheitliche Beschwerden aufgetreten waren. Nach ersten Erkenntnissen war ein Holzkohlegrill im Innenraum betrieben worden. Mehrere Personen klagten ĂŒber typische Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung, insbesondere Kopfschmerzen. Beim Eintreffen des Einsatzleitdienstes waren KrĂ€fte des Rettungsdienstes bereits vor Ort. Insgesamt wurden fĂŒnf betroffene Personen angetroffen - drei MĂ€nner und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren.
Durch die EinsatzkrĂ€fte wurden bei allen Betroffenen Messungen mit einem speziellen CO-MessgerĂ€t durchgefĂŒhrt. Dabei wurden erhöhte Kohlenmonoxidwerte im Blut festgestellt. Auf Grundlage der medizinischen EinschĂ€tzung des Notarztes wurden alle fĂŒnf Personen zur weiteren Behandlung und AbklĂ€rung in KrankenhĂ€user transportiert. Um einen raschen Transport in die Kliniken zu gewĂ€hrleisten, wurden zusĂ€tzliche Rettungswagen nachgefordert. Die Verteilung auf geeignete Kliniken erfolgte durch den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst. Im Einsatz waren insgesamt 10 EinsatzkrĂ€fte der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Altstadt sowie der Rettungswache Reick.
Hintergrund: Wirkung von Kohlenmonoxid im Körper
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und fĂŒr den Menschen nicht wahrnehmbar. Kohlenmonoxid entsteht immer dann, wenn kohlenstoffhaltige Stoffe unvollstĂ€ndig verbrennen. Typische Quellen sind Holzkohlegrills, Kaminöfen, Gasthermen, HeizgerĂ€te oder auch laufende Motoren in geschlossenen RĂ€umen wie Garagen. Besonders gefĂ€hrlich wird es, wenn diese GerĂ€te in InnenrĂ€umen oder schlecht belĂŒfteten Bereichen betrieben werden. Es bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff HĂ€moglobin - und zwar deutlich stĂ€rker als Sauerstoff. Dadurch wird der Sauerstofftransport im Körper blockiert. Die Folge ist eine innere Erstickung: Organe und Gewebe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Besonders betroffen sind das Gehirn und das Herz. Bereits bei vergleichsweise geringen Konzentrationen treten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Ăbelkeit auf. Mit steigender Belastung kann es zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichen ZustĂ€nden kommen. TĂŒckisch ist dabei, dass Beschwerden hĂ€ufig zeitverzögert auftreten und nicht unmittelbar mit der Ursache in Verbindung gebracht werden.
Die Feuerwehr Dresden warnt eindringlich davor, Holzkohlegrills oder andere offene Feuerstellen in geschlossenen RĂ€umen zu betreiben. Es besteht akute Lebensgefahr.
RĂŒckfragen bitte an:
Feuerwehr Dresden
Pressestelle Feuerwehr Dresden
Michael Klahre
Telefon: 0351/8155-295
Mobil: 0160-96328780
E-Mail: feuerwehrpressestelle@dresden.de
https://www.dresden.de/feuerwehr
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