Essen: Vom Stadthafen zum Schrottplatz - Polizei zieht maroden LKW aus dem Verkehr
02.07.2026 - 13:00:15 | presseportal.de
Der in Polen zugelassene Transporter fiel den Beamten vor allem deshalb auf, weil die Schweller an der Fahrerkabine offensichtlich durchgerostet waren. Des Weiteren war die Windschutzscheibe gerissen.
Bei der dann folgenden Kontrolle erkannten die Beamten weitere, erhebliche Durchrostungen am Unterboden des Fahrzeugs. Der 21jÀhrige Fahrer aus Georgien hatte zudem ignoriert, dass diverse Warnlampen im Cockpit rot leuchteten. Diese wiesen unter anderem auf ein defektes Bremssystem hin.
Aufgrund dieser MÀngel musste der LKW unter Polizeiaufsicht sofort zur nÀchsten DEKRA-Station fahren, um dort noch eingehender begutachtet zu werden. Hier wurden rekordverdÀchtige 58 MÀngel festgestellt. Davon wurden 49 als erheblich eingestuft.
Folgende zwei MĂ€ngel fĂŒhrten dazu, dass der Transporter als verkehrsunischer eingestuft wurde: Die Bremsscheibe vorne links war derart beschĂ€digt, dass sie fast gebrochen wĂ€re. Die AufhĂ€ngung der Kardanwelle (Antrieb des Fahrzeuges) war ebenfalls durchrostet und hĂ€tte jederzeit abbrechen können (siehe Foto).
Fortgesetzt wird die MĂ€ngelliste durch weitere Durchrostungen und Undichtigkeiten, am Bremszylinder und weiteren Bauteilen. Der Unterboden des Transporters war offenbar undicht, so dass Ăl ausgetreten war (siehe Foto). Auslaufendes Ăl kann zur gefĂ€hrlichen Rutschpartie fĂŒr nachfolgende Fahrzeuge werden.
Ebenfalls Ă€uĂerst gefĂ€hrlich: das scharfkantige Heck. Die Auffahrrampe war gebrochen und nur mit Gurt befestigt (siehe Foto). Ein vorbeilaufender FuĂgĂ€nger hĂ€tte sich böse Verletzungen in Beinhöhe zuziehen können.
Der Transporter war offensichtlich so marode, dass der Fahrer ihn im Beisein der Beamten zum nahegelegenen Schrottplatz fuhr. Wie der Fahrer seinen Heimweg nach Georgien antrat, ist nicht bekannt. Dies war aber nicht einzige Konsequenz.
Gegen ihn wurde eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige geschrieben. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro erhoben, da auch VerstöĂe gegen das Fahrpersonalgesetz erkannt wurden. Die Kosten fĂŒr das DEKRA-Gutachten muss er ebenfalls tragen.
Der Verkehrsdienst der Polizei kontrolliert regelmĂ€Ăig die Einhaltung der Vorschriften im gewerblichen Verkehr, um so mehr Verkehrssicherheit zu gewĂ€hrleisten.
Vor allem der technische Zustand der Fahrzeuge, die Ladungssicherung und die Qualifikation der Fahrer sowie die Einhaltung ihrer Lenk- und Ruhezeiten, werden bei diesen durchaus zeitintensiven Kontrollen ĂŒberprĂŒft./SyC
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