260430-1. sicher.mobil.leben - Ergebnisse einer länderübergreifenden, bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion
30.04.2026 - 10:47:43 | presseportal.de
Polizeien aller 16 Bundesländer haben sich am Dienstag an der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben - Zweiräder im Blick" beteiligt. Bei den bundesweiten Verkehrskontrollen waren annähernd 7.800 Polizistinnen und Polizisten und über 350 Mitarbeitende der Kooperationspartner im Einsatz.
Stellvertretend für die Stadt Hamburg als Vorsitzland der Innenministerkonferenz (IMK) 2026 hat die Polizei Hamburg die Planungen für den länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktionstag übernommen und zentral koordiniert. Nachdem in den vergangenen Jahren zunächst der Güterverkehr (2024) sowie Kinder (2025) im Fokus der Kontrollmaßnahmen standen, lag der Schwerpunkt der Einsatzkräfte in diesem Jahr auf Zweirädern.
Fahrräder, Pedelecs, Motorräder oder Elektrokleinstfahrzeuge (eKF) - diese und weitere bieten eine Alternative zum Pkw und gewinnen insbesondere in Ballungsräumen zunehmend an Bedeutung. Diese Zunahme bringt jedoch auch neue Herausforderungen, insbesondere für die Verkehrssicherheit, mit sich.
Im Jahr 2025 wurden laut dem Statistischen Bundesamt bei gut 2,5 Millionen bundesweit polizeilich registrierten Verkehrsunfällen rund 366.000 Personen verletzt, darunter über 150.000 Zweiradfahrende (Radfahrende, Kraftradfahrende und eKF-Fahrende).
Insbesondere diese Zahlen zeigen, dass die ungeschützten Verkehrsteilnehmenden besonders gefährdet sind. Vor diesem Hintergrund kommt der Verkehrssicherheitsarbeit weiterhin eine besondere Bedeutung zu. Denn: Nur durch ein Zusammenspiel von Infrastruktur, Unfallprävention und konsequenter Ahndung von Verstößen lässt sich das Risiko für Verkehrsunfälle mit Verletzten nachhaltig reduzieren.
Im Rahmen der stationären und mobilen Kontrollmaßnahmen wurden vorgestern bundesweit über 75.500 Fahrzeuge überprüft und dabei unter anderem folgende Straf- und Ordnungswidrigkeiten festgestellt:
Straftaten:
Ordnungswidrigkeiten:
Darüber hinaus wurden über 500 Präventionsmaßnahmen wie Perspektivwechsel, Schulbesuche und zahlreiche Informationsstände im engen Schulterschluss mit den Kooperationspartnern (bsp. BG-Verkehr, Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., Deutsche Verkehrswacht e.V., ADAC, AEC) durchgeführt und von einer Vielzahl interessierter Bürgerinnen und Bürger aufgesucht.
Bilanz für Hamburg
Im Stadtgebiet Hamburg kontrollierten über 500 Einsatzkräfte 1.557 Fahrzeuge. Im Rahmen von 29 stationären sowie mehreren mobilen Verkehrskontrollen leiteten die Polizistinnen und Polizisten unter anderem folgende Verfahren ein:
An der zentralen Präventionsveranstaltung auf dem St. Annen-Platz in der HafenCity informierten sich etwa 250 Besucherinnen und Besucher zu verschiedenen Themen der Verkehrssicherheit. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und Senator für Inneres und Sport, Andy Grote, sowie der Leiter der Verkehrsdirektion der Polizei Hamburg, Thomas Model, besuchten am Dienstag zunächst eine Kontrollstelle an der Osakaallee, bei der Abbiegegeschwindigkeit von Lkw überwacht wurde. Anschließend kamen beide bei der Präventionsveranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern des "Forums Verkehrssicherheit Hamburg" ins Gespräch. Darüber hinaus suchten unsere Präventionsexpertinnen und -experten der Verkehrsdirektion 6 insgesamt 32 Schulen im Stadtgebiet auf und informierten dort rund 1.500 Schülerinnen und Schüler über sicheres Verhalten im Straßenverkehr. An sieben Schulen bestand die Möglichkeit zu einem sogenannten Perspektivwechsel.
Vorsitzender der IMK 2026 und Hamburgs Innensenator Andy Grote:
"Wir können gar nicht genug Aufmerksamkeit auf das Thema Verkehrssicherheit lenken - gerade für Radfahrende. Insbesondere beim Abbiegen sehen wir immer wieder, wie schnell es gefährlich wird. Deshalb gilt seit 2020: Lkw müssen innerorts beim Rechtsabbiegen Schrittgeschwindigkeit fahren. Beim bundesweiten Aktionstag haben wir daher genau darauf den Fokus gelegt - mit umfangreichen Kontrollen und vielseitigen Präventionsveranstaltungen, die alle Verkehrsteilnehmende in die Pflicht nehmen: Wir brauchen im Straßenverkehr nicht nur mehr Rücksichtnahme, sondern auch mehr Aufmerksamkeit. Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten und unseren Partnern, die mit ihrem Engagement und Herzblut dazu beitragen, den Verkehr noch sicherer zu machen."
Der Leiter der Verkehrsdirektion Hamburg Thomas Model ergänzt:
"Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die uns alle betrifft. Gerade im Hinblick auf die steigende Zahl von Zweiradfahrenden ist es wichtiger denn je, dass gegenseitige Achtsamkeit und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gelebt wird. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, Risiken zu minimieren und das Bewusstsein für die Verantwortung jedes Einzelnen zu stärken. Nur wenn alle Verkehrsteilnehmenden zusammenarbeiten, können wir die Straßen für alle sicherer machen."
Zim.
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