KriminalitÀt, Schwarzarbeit

HZA-F: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hauptzollamtes Frankfurt am Main

21.05.2026 - 13:40:00 | presseportal.de

Frankfurt am Main - Organisierte Schwarzarbeit unter Ausbeutung der Arbeitskraft im Bereich E-Commerce- 11 Wohn- und GeschÀftsrÀume im Rhein-Main Gebiet durchsucht

HZA-F: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hauptzollamtes Frankfurt am Main - Foto: presseportal.de
HZA-F: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hauptzollamtes Frankfurt am Main - Foto: presseportal.de

Frankfurt am Main

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Frankfurt am Main durchsucht heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nach bereits umfangreich durchgefĂŒhrten Ermittlungen 11 Wohn- und GeschĂ€ftsrĂ€ume sowie Lagerhallen im Rhein-Main-Gebiet. Rund 300 EinsatzkrĂ€fte sind an den Maßnahmen beteiligt. Dabei wurde ein Vermögensarrest vollstreckt, hier konnten Bargelder sichergestellt und Konten gepfĂ€ndet werden. Zudem wurden zahlreiche Beweismittel, darunter mehr als 25 Handys sichergestellt. An zwei ArbeitsstĂ€tten wurden Arbeitnehmer mit unerlaubtem Aufenthalt festgestellt. Die Durchsuchungen finden in Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden, Kelsterbach, Hochheim am Main, SaarbrĂŒcken und Großostheim statt.

Die Ermittlungen richten sich gegen drei Personen (zwei MÀnner und eine Frau) im Alter von 34 bis 45 Jahren, die als Verantwortliche zweier Firmen in dem Bereich E-Commerce von Elektronikprodukten und Zubehör sowie den damit verbundenen Reparaturen und Dienstleistungen tÀtig sind.

Es besteht der Verdacht des Einschleusens von AuslÀndern, der Arbeitsausbeutung, des Vorenthaltens und Veruntreuens von SozialversicherungsbeitrÀgen, der Steuerhinterziehung sowie der Beihilfe zu vorgenannten Straftaten.

FĂŒr die DurchfĂŒhrung ihrer AuftrĂ€ge setzten die Beschuldigten seit mindestens November 2025 eine Vielzahl von Arbeitnehmern aus China ein, die nicht oder nicht richtig zur Sozialversicherung gemeldet wurden und teilweise nicht in Besitz des erforderlichen Aufenthaltstitels waren. Den Ermittlungen vorangegangen waren PrĂŒfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit bei denen in den Lagerhallen der Firma 63 Arbeitnehmer angetroffen wurden, von denen 29 nicht in Besitz des erforderlichen Aufenthaltstitels waren, der sie zur Arbeitsaufnahme im Bundesgebiet berechtigte. Neben den aufenthaltsrechtlichen VerstĂ¶ĂŸen wurden in den Lagerhallen auch prekĂ€re Arbeits- und Unterbringungsbedingungen (wie z.B. niedrige Temperaturen in der ArbeitsstĂ€tte, verschmutzte Zimmer und unhygienische SanitĂ€ranlagen) festgestellt.

Zur vorlÀufigen Sicherung von Vermögenswerten wurde durch das Gericht ein Vermögensarrest in das Vermögen der Firma der Beschuldigten in Höhe von insgesamt rund 43.000 Euro angeordnet, der im Zuge des Einsatzes durch PfÀndungen vollstreckt werden soll.

Neben dem Hauptzollamt Frankfurt am Main sind EinsatzkrĂ€fte acht weiterer HauptzollĂ€mter, StaatsanwĂ€lte sowie KrĂ€fte der Landespolizei aus Hessen und Bayern sowie des THW an den Maßnahmen beteiligt.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.

RĂŒckfragen bitte an:

Dominik Mies
Oberstaatsanwalt

Pressesprecher

Staatsanwaltschaft Frankfurt
Hahnstraße 25
60528 Frankfurt am Main

Tel.: (069) 1367 - 8450

E-Mail: dominik.mies@sta-frankfurt.justiz.hessen.de
pressestelle@sta-frankfurt.justiz.hessen.de

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